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Bruterfolg des Sakerfalken (Falco cherrug) in Abhängigkeit von Brutplatztypen und Wetter rund um die Millionenstadt Wien

Abstract
Der im Wiener Raum und dem östlichen Tiefland Österreichs vorkommende Sakerfalke (Falco cherrug) ist einer der am wenigsten bekannten Greifvögel Europas. Brüteten mit Ende des zweiten Weltkrieges noch bis zu 10 Paare in Österreich, starb der Sakerfalke in den späten 1960erJahren in Österreich fast aus. Da der Sakerfalke selbst keine Nester baut, ist er in der Regel auf Krähen- oder Bussardhorste angewiesen. Diese stellen aber nicht immer sichere Brutplätze dar, zumal diese Falkenart in der Brutphase sehr störungsempfindlich ist. Anfang der 2000er Jahre wurde daher ein Artenschutzprojekt zum Erhalt der österreichischen Sakerfalkenpopulation am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Wien gestartet. Den Kern desArtenschutzprojektes bilden künstliche Nisthilfen auf Hochspannungsmasten. Bisher kommen zwei Typen von Nisthilfen zum Einsatz, die sich andernorts als besonders geeignet herausgestellt haben: Nistplattformen und Nistkästen. Zusätzlich gibt es weiterhin auch Naturbrutplätze d.h. Nester. Im Frühjahr jedes Jahres werden im Zeitraum Februar bis Mai die Nisthilfen vom Boden visuell kontrolliert.Die Ergebnisse sind vielversprechend: in den vergangenen Jahren konnte der Sakerfalkenbestand von 16-19 brütenden Paaren im Jahr 2012 auf 26-27 Paare im Jahr 2016 gesteigert werden. Auch die Anzahl der Jungvögel steigerte sich kontinuierlich. Im Jahr 2016 konnte mit 64 Jungvögeln ein neuerRekord erzielt werden.Die bisherigen Erfolgskontrollen zeigen in jedem Fall, dass die Saker positiv auf die Nisthilfen reagieren.In diesem Projekt erfolgt eine Auswertung, sowie der Vergleich und die Evaluierung von unterschiedlichen Brutplatztypen unter Einbeziehung von Witterungs- und Temperaturdaten in Bezug auf die Bruterfolge der Sakerfalken.
Kurzbezeichnung
Bruterfolg Sakerfalke
Projektleitung
Walter Theresa,
Laufzeit
01.01.18-31.12.18
Programm
Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie,
Gefördert durch
Stadt Wien, Rathausstraße 14-16, 1082 Wien, Österreich
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