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Bettwanzen: Entgiftung von Permethrin

Abstract
Die Firma Braincon vertreibt Nebler, die als Hauptreagenz Wasserstoffsuperoxid verwendet. Es werden dabei Tröpfchen unter 1 µm erzeugt und bisher wurde eine sehr gute Dekontamination von Räumen bzgl. Bakterien und Viren erzielt. Die Firma möchte das Sortiment nun auf Bettwanzen erweitern und machte schon Versuche mit Permethrin als zusätzliche Substanz. Durch die geringere Tröpfchengröße könnten so die Bettwanzen leichter erreicht werden als bei herkömmlichen Neblern. Zusätzlich könnte sich die Wirkung von H2O2 und Permethrin gegenseitig verstärken, da Permethrin den oxidativen Stress in der Zelle erhöht. Die Firma kauft Material (Bettwanzen, Chemikalien etc.) und führt die Versuche in der eigenen Einrichtung durch. Es werden dabei verschiedene Konzentration (3 und 6 ppm) und verschiedene Zeitpunkte (z. B. 2h, 4h,…) der Exposition getestet. Anschließend evaluiert der Mitarbeiter die Vitalität der Bettwanzen und protokolliert den Versuch. Die exponierten Wanzen kommen an das Institut für Parasitologie und werden tiefgefroren bzw. auf Trockeneis übernommen. Anschließend wird RNA aus den Bettwanzen gewonnen und die Expression verschiedener Entgiftungsproteine mittels RT-qPCR analysiert: Dabei werden GSTs1, GSTd1, cyp6dm2, cyp397a1, cyp400a1, CE_3939 und CE_21331 näher betrachtet, da diese bei permethrinresistenten Wanzen hoch exprimiert werden. Als Referenzgen dient myosin.
Kurzbezeichnung
Bettwanzen
Projektleitung
Duscher Georg
Laufzeit
18.03.19-18.09.19
Programm
FFG Innovationsscheck mit Selbstbehalt 2018
Art der Forschung
Experimentelle Entwicklung
Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Institut für Parasitologie
Gefördert durch
FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
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