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Quantitative Absicherung der wiederangesiedelten Habichtskauz - Vorkommen im Biosphärenpark Wienerwald & im Wildnisgebiet Dürrenstein

Abstract
Durch die NÖ ELER Förderungen konnten im Rahmen eines Wiederansiedelungsprojekts in den Jahren 2009-2017 zwei "Populations-Keimzellen" des Habichtskauzes aufgebaut werden. Damit entwickelte sich das Projekt zu einem Best Practice Beispiel für den niederösterreichischen Artenschutz. Internationale Eulenexperten sind der Ansicht, dass für die zahlenmäßige Absicherung eines neu etablierten Bestandes zweimal 30 besetzte Reviere erforderlich sind. Mit Ende 2017 lassen sich in beiden beteiligten Teilgebieten je rund 15 Reviere nachweisen. Das bisherige Reproduktionsgeschehen lässt je nach Mausgradationen ab jetzt ein rascheres Wachstum erwarten. Es ist davon auszugehen, dass durch Fortsetzung der Freilassungen bis ins Jahr 2021 das gesetzte Ziel von zweimal 25-30 Revieren erreichbar ist.Aus diesem Grund wurde im Jahr 2015 ein sechsjähriges Fördervorhaben angesucht. Allgemein gültigen Regeln entsprechend wurde damals ein dreijähriges Projekt genehmigt. Gegenständliches Projekt ist einerseits logische Fortführung der schon im Jahr 2015 angestrebten Aktivitäten. Andererseits stehen insbesondere zwei neue Schwerpunkte im Vordergrund: 1) Erstmals wird es möglich auch im Freiland geborene Jungvögel zu besendern und dadurch Vergleiche zu freigelassene Vögel zu ziehen. Überlebensrate und Dispersionsmuster werden analysiert und daraus methodische Verbesserungen in Wiederansiedelungsprojekten abgeleitet. 2) Es wird eine ausführliche qualitative Analyse der genetischen Variabilität des neuerlich etablierten Habichtskauz-Vorkommens im Hinblick auf ein Freilassungsende vorgenommen.
Kurzbezeichnung
Habichtskauzprojekt
Projektleitung
Zink Richard
Laufzeit
01.04.18-31.12.20
Programm
Österreichisches Programm für ländliche Entwicklung 2014-2020, 1-STUFIG, LE-Projektförderungen
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
Gefördert durch
Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
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