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Optimierung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen in der Agrarlandschaft

Abstract
Die Verbesserung von Habitaten durch eine gezielte Bewirtschaftung kann die Basis für eine Erhöhung der Diversität in den Ökosystemen der Agrarlandschaften darstellen. Die zukünftige Ausgestaltung von biodiversitätssteigernden Maßnahmen sollte sich auf erprobte und effiziente Maßnahmen im Sinne der Biodiversitätsförderung beschränken.In einem Feldversuch sollen in den Jahren 2020 und 2021 Flächen in drei geologisch unterschiedlichen und damit auch landwirtschaftlich deutlich differenzierbaren Regionen Bayern ausgewählt werden, um das biodiversitätssteigernde Potenzial von "Beetle Banks" zu erproben. Dabei wird ein Zielartenkonzept erstellt, das neben den Insekten insbesondere auch Feldhasen und verschiedene Bodenbrüter der Feldvögel als Zeigerarten umfasst. Klassische Beetle Banks sind im Aufbau recht aufwändig, wobei sie aufgrund ihres erhöhten Querschnitts und der Störungsarmut gute Lebensbedingungen für Insekten bieten. Die schmale, nur wenige Meter breite Ausgestaltung wird jedoch vor allem dann als kritisch für Wirbeltiere angesehen, wenn ein intensives Prädatorenmanagement fehlt. Des Weiteren zeigen aktuelle Studien der GCD (Mohr, in präp.), dass Feldhasen dringend darauf angewiesen sind, dass gerade im Zeitraum zwischen Februar und Ende Juni möglichst bearbeitungsfreie Flächen für die Junghasenaufzucht zur Verfügung gestellt werden müssen, da die Überlebenschancen von Junghasen andernfalls sehr gering sind.
Kurzbezeichnung
Beetlebanks
Projektleitung
Kübber-Heiss Anna
Laufzeit
01.11.19-31.10.21
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
Gefördert durch
Game Conservancy Deutschland e.V., Schlossstraße 1, 86732 Oettingen in Bayern, Deutschland
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