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Hepatic tolerance in chronic equine hepacivirus infection

Abstract
Die Infektion von Pferden mit dem equinen Hepacivirus (Hepacivirus A) führt zu Hepatitiden beim Pferd und ist bislang nur unzureichend charakterisiert. Im Licht der engen Verwandtschaft des Virus mit dem Hepatitis C Virus (HCV) liegt der Focus des Projekts in der Untersuchung der Immunantwort von chronisch mit EqHV infizierten Pferden auf eine therapeutische Impfung. Damit wird angestrebt Wissen über die Art der Immunantwort auf die Infektion und Impfung bei einem immunkompetenten Wirtsorganismus zu erlangen. Hierbei wird auch ein Augenmerk auf den Modellcharakter des Pferdes für Impfstrategien chronisch HCV infizierter Menschen gerichtet. Die genutzte MVA Impfplattform-Technologie ermöglicht die direkte Translation von Human- und Veterinärmedizin durch den weitverbreiteten Einsatz der MVA-Technologie in humanmedizinischen klinischen Anwendungen. Das Replikations-defizitäre Virus vereint wichtige Funktionen einer Totvirusvakzine mit der Immunogenität einer Lebendvakzine.Ziel des Projekts ist es EqHV-Antigene zu identifizieren, die durch Expression in geeigneten MVA-Vektoren zu einer ausgewogenen Immunantwort mit Aktivierung zellulärer und humoraler Immunität führen. Die Hypothese, dass die unzureichende Immunantwort chronisch infizierter Pferde durch Impfung mit den im Projekt entstehenden MVA-Impfvektoren dementsprechend modifiziert werden kann, dass diese Pferde in der Lage sind, die Infektion zu überwinden, wird überprüft. Im Projekt werden Daten zur Sicherheit und Immunogenität der MVA Vakzine in vivo bei gesunden Pferden und chronisch EqHV-infizierten Pferden untersucht.Im Arbeitspaket 1 werden dazu rekombinante MVA Kandidatenvakzine, die verschiedene EqHV-Antigene exprimieren, generiert und charakterisiert (Projektpartner A. Volz, Ludwig-Maximilians-Universität München). Arbeitspaket 2 nutzt ein in vitro Modell zur Untersuchung der EqHV-Infektion. Der Wirtsfaktor SEC14L2 wird in equinen Leberbiopsien und primären Hepatozyten untersucht und im Anschluss wird ein equiner SEC14L2 cDNA-Klonsynthetisiert um equine Hepatozyten, die SEC14L2 überexprimieren herzustellen. Diese Zellen werden EqHV-positivem Pferdeserum ausgesetzt um eine produktive Infektion durch die Anwesenheit von EqHV-Replikationsintermediaten zu testen (E. Steinmann, Ruhr Universität Bochum). Arbeitspaket 3 umfasst die in vivo Untersuchungen zur Sicherheit der Impfkandidaten und Immunmodulation chronisch EqHV-infizierter Pferde. Dieses Arbeitspaket wird an der Vetmeduni Vienna durchgeführt unter der Leitung von J.-M. Cavalleri. Die Untersuchungen werden an insgesamt 25 Pferden durchgeführt.Das vierte Arbeitspaket analysiert in vitro die evolutionäre Dynamik chronischer EqHV-Infektionen beim Pferd.
Kurzbezeichnung
Equine Hepacivirus
Koordination an der Vetmeduni Vienna
Cavalleri Jessika-Maximiliane
Koordination Gesamtprojekt
Asisa Volz
Ludwig-Maximilians-Universität München, München, Deutschland
Laufzeit
01.01.21-31.12.23
Programm
FWF Joint Projects
Art der Forschung
Klinische Forschung/ Studie
Mitarbeiter/innen
Cavalleri J.,
Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Institut für Immunologie
Universitätsklinik für Pferde, Klinische Abteilung für Interne Medizin Pferde
VetFarm
(Weitere) Projektpartner
Kontakt: Eike Steinmann
Ruhr-Universität-Bochum, Universitätsstraße 150, 44801 Bochum, Deutschland
Gefördert durch
FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich

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