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Aging and cognitive dysfunction syndrome in dogs influence postural control

Abstract
Erweiterter ForschungskontextÄltere Hunde leiden oft unter dem Cognitive Dysfunction Syndrome (CDS), dem veterinärmedizinischen Äquivalent zur menschlichen Alzheimer-Krankheit (AD). Zahlreiche Studien beim Menschen haben gezeigt, dass motorische Aktivitäten wie Stehen und Gehen eng mit dem Altern und komplexen kognitiven Funktionen verbunden sind. Eine abnehmende Haltungsstabilität (PS) ist ein Indikator für eine verminderte neuromuskuläre Kontrolle, wie sie im Alter und bei verschiedenen Krankheiten, einschließlich AD, auftritt. Eine Verschiebung des Center of Pressure (COP) ist ein indirektes Maß für die Funktionalität der Haltungskontrolle. Während es umfangreiche Informationen über den Zusammenhang zwischen Haltungsstabilität, Alterung und verschiedenen Krankheiten beim Menschen gibt, wurde das Thema in der Veterinärmedizin nicht behandelt.HypothesenWir werden mit Hilfe der Posturographie die Auswirkungen des Alterns und des CDS auf die PS des Hundes untersuchen. Folgende Hypothesen werden getestet: (1) der Verlust des visuellen Inputs und Aufgaben, die geistige Aufmerksamkeit erfordern, sind Schlüsselfaktoren, die zur Haltungsinstabilität führen, (2) das Altern ist mit einer Beeinträchtigung der Haltungsstabilität verbunden, (3) Hunde, die an CDS leiden, weisen eine größere Haltungsinstabilität auf als gesunde Hunde und (4) Hunde und Menschen zeigen für einige spezifische Aufgaben die gleichen Veränderungen der COP-Verschiebung und andere Veränderungen für andere Aufgaben.MethodenEs werden 80 private Hunde rekrutiert, von denen 20 CDS aufweisen. Für die Hypothese 4 werden zehn gesunde Personen im Alter von 25-35 Jahren rekrutiert, für die Posturographie wird eine Druckmessplatte verwendet. Die PS wird beim Stehen auf einer ebenen Oberfläche (Romberg-Test), beim Stehen auf einer geneigten Oberfläche (20°), während audieller und visueller Reize und bei einer Target-Aufgabe gemessen.Grad der Originalität/InnovationDas Projekt liefert erste Informationen über den Einfluss des Alterns auf die Haltungsstabilität bei Hunden, untersucht den Zusammenhang zwischen Kognition und Haltungsstabilität, demonstriert die pathophysiologischen Effekte von CDS auf die Haltungsstabilität und ermöglicht die Quantifizierung des CDS anhand eines funktionellen Parameters. Die nicht-invasive Technik liefert objektivierbare Daten und ein funktionelles Ergebnis von Therapie oder Prävention und ist schnell und einfach durchzuführen. Es kann in einer natürlich vorkommenden Haushundepopulation verwendet werden, die eine bessere Übertragbarkeit auf die natürlich vorkommende Population bietet als Labortiere. Das Projekt wird die Diagnostik altersbedingter und kognitiver Pathologien um einen funktionellen Aspekt erweitern, die Beurteilung des Krankheitsverlaufs ermöglichen und die objektive Erprobung therapeutischer Methoden ermöglichen.
Kurzbezeichnung
Postural Control Dog
Projektleitung
Bockstahler Barbara
Laufzeit
01.03.22-28.02.26
Programm
FWF Einzelprojekte
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Interne Medizin Kleintiere
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie
Universitätsklinik für Pferde
Gefördert durch
FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Wien, Österreich

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