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Epidemiologie und Bekämpfung von Anoplocephala perfoliata bei Lippizanern in Piber

Abstract
Die Pferdezestoden mit der am häufigsten vorkommenden Art Anoplocephala perfoliata sind in letzter Zeit beim Pferd bei einem Drittel von Koliken als Ursache erkannt worden. Die früher zur Nematodenbekämpfung eingesetzten Benzimidazole hatten auch eine begrenzte Wirkung aus den Zestodenbefall der Pferde, womit eine gewisse Reduktion der Zestodenbürde erfolgte. Wegen des zunehmenden Auftretens von Resistenzen bei Kleinen Strongyliden des Pferdes gegen Benzimidazole kam es in kurzer Zeit fast allgemein zum Einsatz von Avermectinen, die jedoch keine Wirkung auf Zestoden aufweisen. Ein anwachsen der Zestodenbürden in den Pferdebeständen war die Folge. Vom Lippizanerbestand in Piber ist uns seit Jahrzehnten das Auftreten von A. perfoliata bekannt. Die hervorragende Organisation, die relativ große Anzahl von Pferden und die gute Kooperation ermöglicht eine umfassende Studie zur Erfassung der Epidemiologie des Zestodenbefalles nach Altersgruppen, Weideführung und Entwurmungsgruppe. Die Tiere werden auch während der Alpung täglich individuell gepflegt, sodass über den gesamten Studienzeitraum die Entnahme ausreichender Kot- und Blutproben gesichert ist. Der Zeitpunkt des größten Infektionsdruckes und der beste Behandlungsplan mit Praziquantel unter den vorliegenden Bedingungen soll abgeklärt werden.
Koordination an der vetmeduni vienna
Van Den Hoven Rene,
Laufzeit
01.01.02-31.07.05
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Klinische Abteilung für Interne Medizin Pferde,
(Weitere) Projektpartner
Virbac
Gefördert durch
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