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Die Erhöhung der Wirkstoffgehalte in Arzneipflanzen durch arbuskuläre Mykorrhiza (AM) Pilze

Abstract
Die arbuskuläre Mykorrhiza ist eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen. Arbuskuläre Mykorrhizapilze kolonisieren die Wurzeln und verbessern die Nährstoffversorgung der Pflanze und somit das Pflanzenwachstum. Bei der Etablierung der arbuskulären Mykorrhizasymbiose wird der Metabolismus der kolonisierten Pflanze stark verändert. Unter anderem kommt es zu einer Änderungen der Gehalte verschiedenster sekundärer Pflanzenstoffe z.B. Flavonoide, Apocarotenoide, Phytoalexine, phenolische Substanzen, ätherische Öle und Glucosinolate. Eine Reihe dieser sekundärer Pflanzenstoffe sind wichtige Wirkstoffe in der Pharmazie.
In Vorversuchen konnten wir zeigen daß in Pflanzen die von Mykorrhizapilze befallen sind, die Gehalte an ätherischen Ölen (in Salbei und Oregano) und an Flavonoiden (in Soja, Luzerne und Rotklee) erhöht sind. Beim Anbau von Arzneipflanzen sind die Pflanzenmasse und der Gehalt der pharmazeutischen Wirkstoffe in der Einzelpflanze ausschlaggebend. Beide Parameter können durch Mykorrhizapilze beeinflußt werden. Im vorliegenden Projekt soll in einer Zusammenarbeit der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Firma WALDLAND untersucht werden ob die Gehalte der pharmazeutischen Wirkstoffe in den von der Firma WALDLAND angebauten Arzneipflanzen Hypericum perforatum, Ruscus aculeatus, Echinacea angustifolia, Cimicifuga racemosa, Salix sp. und Primula veris durch Mykorrhizapilze erhöht werden können um so bei einem großflächigen Anbau der Pflanzen zu einer erhöhten Flächenausbeute der pharmazeutischen Wirkstoffe zu kommen.
Kurzbezeichnung
AM-Pilze und Arzneipflanzen
Projektleitung
Novak Johannes
Laufzeit
01.01.07-31.12.09
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe
(Weitere) Projektpartner
Gefördert durch
FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
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