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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2007

AutorInnen: Vobornik, A

Titel: Ganganalytische Untersuchung zu kompensatorischen Effekten im Bewegungsablauf bei Hunden mit Cubarthrose.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 107.

Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Vobornik Angela

Betreut von:
Bockstahler Barbara
Peham Christian


Abstract:
Das Gangbild von zehn Hunden mit natürlich auftretender, klinisch und röntgenologisch nachgewiesener Cubarthrose wurde mittels Bodenreaktionskräften auf kompensatorische Effekte im Bewegungsablauf untersucht. Als Kontrollgruppe wurden 21 klinisch und orthopädisch gesunde Hunde evaluiert. Bei elf Hunden aus der gesunden Gruppe wurde eine zweite Messung vorgenommen, nachdem eine leichte Lahmheit der linken Vorderextremität induziert wurde. Dazu wurde eine Verschlusskappe einer Plastiktrinkflasche in Watte gehüllt und mit Klebestreifen und Verband am Ballen der zweiten Zehe fixiert. Die Messungen wurden im Schritt mittels vier in einem Laufband integrierten Kraftmessplatten durchgeführt. Die ermittelten Bodenreaktionskräfte wurden auf das Körpergewicht normalisiert und innerhalb und zwischen den Gruppen verglichen. Die maximale vertikale Kraft, die mittlere vertikale Kraft und der vertikale Impuls zeigten sowohl bei den natürlich als auch bei induziert lahmenden Hunden verminderte Werte der betroffenen Extremität und kompensatorisch erhöhte Werte dieser Kraftparameter bei der kontralateralen Vorderextremität. Weiters konnte eine erhöhte maximale vertikale Kraft der diagonalen Hinterextremität beider lahmen Gruppen festgestellt werden. Nur die natürlich lahmenden Hunde zeigten eine erhöhte mittlere Kraft der diagonalen Hinterextremität. Bei den natürlich lahmenden Tieren verkürzte sich die Standphase der lahmen Extremität so stark, dass statistisch kein Unterschied zur Standphasendauer der Hinterbeine mehr darstellbar war. Dies wurde durch die Hangbeinphase ausgeglichen, die nun genauso lang wie jene der Hinterbeine war. Generell wurde die verminderte Belastung der lahmen Vorderextremität bei den lahmenden Tieren durch stärkere Belastung der kontralateralen Vorderextremität und der diagonalen Hinterextremität ausgeglichen. Bei den an Cubarthrose erkrankten Hunden war die Lahmheit deutlicher als bei den Hunden, die nur vorübergehend eine induzierte Lahmheit zeigten. Die gewonnenen Kenntnisse der veränderten Be- und Entlastungsverhältnisse erleichtern die Erstellung des physiotherapeutischen Bewegungsprogrammes für Cubarthrose Patienten. Des Weiteren sollen Langzeitstudien Aufschluss über die Auswirkungen auf die vermehrt belasteten Gliedmaßen und die Wirbelsäule geben.

Schlagworte:
Cubarthrose / Bodenreaktionskräfte / Hund / Laufband / Lahmheit


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