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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2011

AutorInnen: Bockhorni, Theresa

Titel: Lahmheitsdiagnostik Pferd: Akzelerometermessungen im Vergleich zu tierärztlicher Diagnostik.

Titelvariante: Diagnosis of lameness in the horse: Measurements of the accelerometer in comparison to veterinarian diagnostic

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 57.


Betreut von:

Peham Christian

Begutachtet von:
Futschik Andreas

Einrichtung:
Universitätsklinik für Pferde, Klinische Abteilung für Pferdechirurgie


Abschluss Datum: 18.01.12


Abstract:
Lahmheit beim Pferd ist ein häufig auftretendes Problem. Auch erfahrene Praktiker sind sich bei der Lahmheitsdiagnostik oft nicht einig (STASHAK, 1989). In der Lahmheitsdiagnostik gibt es standardisierte Vorgehensweisen, jedoch noch keine objektive, technische Methode, die im täglichen Praxisgebrauch verfügbar ist. Die Ursachen für eine Lahmheit können breit gefächert sein. Daher muss das Pferd immer als Gesamtes untersucht werden. Es wurden 10 Pferde der Klinik für Pferde der Veterinärmedizinischen Universität Wien zufällig aus der Herde ausgewählt. Das Messsystem wurde von Dr. Peter Schramel entwickelt. Es besteht aus einem Beschleunigungssensor, einer Datenübertragungsstrecke und einer PC Software (Lameness Detection Programme (LDS VO.93)). Die zehn Probanden wurden mit dem Messsystem versehen und zwei Tierärzten, die unabhängig voneinander ihr Urteil abgaben, vorgetrabt. Die Akzelerometermessungen ergaben sehr gute Ergebnisse. Eine Normalverteilung war gegeben. Unter Verwendung aller gemessenen Daten wurden 95% richtig als lahm oder nicht lahm klassifiziert. Unter Verwendung der Kopfdaten waren es 95%, bei den Satteldaten 90%. Aufgrund der Sakrumdaten konnten 100% richtig klassifiziert werden. Bei der Auswertung der lahmen Fälle, zeigte sich bei der Verwendung aller Daten ein Gesamtprozentsatz von 90% richtig klassifizierter Extremitäten. Das gleiche gilt für die Sattel- und die Sakrumdaten. Bei den Kopfdaten ergaben sich nur 80% richtig klassifiziert. Die Akzelerometermessungen wurden mit den Ergebnissen der beiden Tierärzte verglichen. Die Tierärzte wurden untereinander ebenfalls verglichen. Die Übereinstimmung der beiden Tierärzte war signifikant. Tierarzt 1 war meist etwas konservativer in seiner Beurteilung und Tierarzt 2 teilte die Lahmheit ein halbes Grad höher ein. Diese Versuchsreihe hat gezeigt, dass mit Hilfe von Beschleunigungssensoren nicht nur ermittel werden kann, ob eine Lahmheit vorliegt, sondern auch welches Bein betroffen ist. Es zeigte sich, dass die Ergebnisse des Akzelerometers mit denen der Tierärzte korrelieren. Kritisch zu betrachten ist die geringe Anzahl an Probanden. Wünschenswert wären weiterführende Studien, um diese Ergebnisse zu bestätigen.


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