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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2016

AutorInnen: Elsbacher, Tanja Maren

Titel: Fats of bats.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 44.


Betreut von:

Walzer Christian

Begutachtet von:
Valencak Teresa

Einrichtung:
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Conservation Medicine


Abstract:
Um den grundliegenden Mechanismus des Altern weiter zu untersuchen, stellen Fledermäuse mit ihrer außergewöhnlich hohen maximalen Lebensdauer bezogen auf die Körpergröße exzellente Modelle dar. In der oxidativen Stress Theorie wird beschrieben, dass Spezies mit einer hohen maximalen Lebensdauer eine größere Menge an ungesättigten Membran Lipiden aufweisen, die widerstandsfähiger gegenüber Peroxidation sind, im Gegensatz zu Spezies mit einer geringen maximalen Lebensdauer. Da die Zusammensetzung der Fettsäuren von Organen wie Leber, Herz und Skelettmuskel eine bessere Darstellung für die lange maximale Lebensdauer von Fledermäusen liefern könnte, wurden einfach ungesättigte Fettsäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und gesättigte Fettsäuren von vier Fledermausarten (Nyctalus noctula, Vespertilio murinus, Hypsugo savii und Pipistrellus pipistrellus) untersucht. Die Membranschrittmacher Hypothese unterstützend enthalten Membrane von Fledermäusen eine höhere Menge an einfach ungesättigten Fettsäuren verglichen mit anderen ähnlich großen Säugetieren mit einer niedrigen maximalen Lebensdauer wie Musmusculus(Hausmaus). Eine oft erforschte mehrfach ungesättigte Fättsäure ist die Docosahexaensäure (22:6 n-3), welche hochanfällig für Oxidation und dadurch eine wichtige Fettsäure zum Vergleich ist. Diese Studie bestärkt erwartete Effekte von ungesättigten Fettsäuren auf die maximale Lebensdauer der vier Fledermausarten und anderen Säugetierarten ähnlicher Größe. Zum Beispiel hat Docosahexaensäure (22:6 n-3) eine negative Auswirkung auf die maximale Lebensdauer von Fledermäusen, während einfach ungesättigte Fettsäuren einen positive Einfluss aufzeigen. Für die bei Pipistrellus pipistrellus höher als erwartet gemessenen Werte von Docosahexaensäure (22:6 n-3) gemeinsam mit dem Peroxidations Index, wurde keine plausible Erklärung gefunden. Ein spezieller Schwerpunkt dieser Studie liegt im Vergleich zwischen Fledermäusen und Heterocephalus glaber (Nacktmull), einem Säugetier ähnlicher Größe (~35 g) und einer ebenfall außerordentlich langen Lebensdauer (>28,3 Jahre). Sowohl der niedrige Docosahexaensäure (22:6 n-3) Wert und der Peroxidations Index der Fledermäuse als auch die deutlich niedrigeren Werte von Heterocephalus glaber bestätigen die oxidative Stresstheorie von abnehmenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit steigender maximaler Lebensdauer. Zusammenfassend ist die Membranbeschaffenheit zweifelsohne ein bestimmender Faktor der die maximale Lebensdauer beeinflusst.


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