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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2007

AutorInnen: Rehman, H

Titel: Diätetische Beeinflussung der gastrointestinalen Physiologoie beim Huhn.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 149.

Betreut von:

Zentek Jürgen


Abstract:
Die vorliegende Studie diente der Evaluierung diätetischer Einflüsse auf einige verdauungsphysiologische Parameter beim Geflügel. Inulin und Saccharose wurden unter dem Aspekt einer möglichen Beeinflussung der mikrobiellen Fermentationsaktivitäten im Gastrointestinaltrakt von Masthähnchen geprüft. Die Supplementierung von 1% Inulin zeigte keinen Einfluss auf Azetat-, Laktat- und Ammoniakgehalt sowie pH-Wert des proximalen Verdauungstraktes. Im Gegensatz dazu führte Saccharose zu einer Abnahme des Laktatgehaltes in der Ingesta des Kropfes. Im Zäkuminhalt wurde der Gehalt an Buttersäure durch die Zufütterung von Inulin erhöht, ohne weitere Veränderungen bei den anderen kurzkettigen Fettsäuren zu bewirken. Inulin beeinflusste auch das Muster der biogenen Amine und es trat eine Erhöhung von Putreszin im Darminhalt von Jejunum und Zäkum auf. Diese Veränderungen im Darmmilieu führten nach Untersuchung mittels Denaturierender Gradienten Gel Elektrophorese nicht zu einer signifikanten Verschiebung der mikrobiellen Zusammensetzung im Jejunum- und Zäkuminhalt. Morphologische Veränderungen in Zusammenhang mit Inulin äußerten sich in einer Zunahme der Villuslänge und Kryptentiefe vom Jejunum, ohne das Villus:Kryptenlängenverhältnis zu beeinflussen. Bei elektrophysiologischen Untersuchungen mittels Ussing-Kammer führte Inulin zu einer Reduktion des transmuralen Gewebewiderstandes, war aber nicht von Veränderungen im elektrogenen Glukose- und Glutamintransport begleitet. In vitro-Studien an Darmgewebe von Legehennen zeigten, dass die Zugabe von 0,1% Inulin in der Ussing Kammer den Kurzschlussstrom (Isc) und die transmurale Geweberesistenz nicht veränderte. Ein weiterer Versuchsabschnitt beschäftigte sich mit der möglichen Wirkung von Alpha Toxin von Clostridium perfringens auf intestinale Transportprozesse. Das Toxin führte bei mukosaler Zugabe nur zu geringer Veränderung des Kurzschlzussstroms, die transmurale Gewebeleitfähigkeit ([Delta]Gt) nahm nach 90 Minuten der Toxinexposition deutlich zu. Die Zugabe eines mukolytischen Wirkstoffs (N-Acetyl-L-Cysteine) bewirkte anfänglich keine Veränderung der [Delta]Gt durch das Alpha Toxin, erst nach 120 Minuten konnte ein signifikanter Effekt des Alpha Toxins auf die [Delta]Gt beobachtet werden. Die Zugabe von aufgereinigtem Alpha Toxin auf der serosalen Seite eine induzierte eine zweiphasige Zunahme des Kurzschlussstroms, wobei vor allem der zweite Anstieg länger anhielt. Während sich der Kurzschlussstrom signifikant nach Zugabe von D-Glukose erhöhte, wurde dieses durch eine vorangegangene Inkubation mit Alpha Toxin vermindert. Die Anwendung von 0,1% Inulin veränderte die elektrophysiologischen Veränderungen durch das Alpha Toxin nicht nachhaltig.

Schlagworte:
Gastrointestinaltrakt / Inulin / Präbiotika / Bakterien / Alpha-Toxin


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