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Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Mayrhofer, Elisabeth

Titel: Untersuchung des Effekts einer einmaligen Gabe von Osteoprotegerin auf die Knochenstruktur von wachsenden Schweinen.

Titelvariante: The effect of a single treatment of rhOPG-Fc on bone structure of growing pigs

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 63.


Betreut von:

Sipos Wolfgang

Begutachtet von:
Pietschmann Peter

Einrichtung:
Universitätsklinik für Schweine


Abschluss Datum: 07.10.11


Abstract:
Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, bei der es durch den Abbau von Knochenmasse und einem Knochenstrukturverlust zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit kommt. Die pharmakologische Forschung zielt darauf ab, neuartige Medikamente zur Therapie dieser Erkrankung zu entwickeln. Osteoprotegerin (OPG) ist einer der Wirkstoffe mit einem erfolgversprechenden Wirkmechanismus. Das Ziel dieser Studie war, den Effekt einer einmalig verabreichten rhOPG-Fc Injektion auf die Knochenstruktur und -dichte von Schweinen zu untersuchen, um die Eignung des Schweines als Modelltier in diesem Zusammenhang zu überprüfen. Es wurden 12 gesunde Schweine im Alter von 2 Monaten in 2 Gruppen zu je 6 Tieren aufgeteilt. Die Schweine der Kontrollgruppe erhielten 0,9 % NaCl-Lösung, während die Tiere der Versuchsgruppe eine einmalige rhOPG-Fc (5 mg/kg) Gabe erhielten. Nach 20 Tagen wurden die Tiere beider Gruppen euthanasiert. Zusätzlich wurde an den Tagen 0, 5, 10, 15 und 20 Blut aus der V. cava cranialis für OPG-Fc-Serumtitermessungen entnommen. Für die morphologische Untersuchung der Knochen wurde eine µCT-Messung von LW4, Tuber ischiadicum, Oberschenkelhals und 2 Regionen der proximalen Tibia (proximal und distal der Epiphysenfuge) durchgeführt. Für die Bestimmung der BMD wurden zusätzlich eine DEXA-Messung der Oberschenkelhalsregion und eine Berechnung der Knochendichte anhand des Knochenaschegehaltes vorgenommen. Für die statistische Auswertung wurde der Mann-Whitney-U-Test gewählt. Die µCT-Analyse zeigte eine signifikant höhere connectivity density (Femur, Tibia proximal, LW4) und ebenfalls erhöhte BMD-Werte (Femur, Hüfte, Tibia proximal) bei den Tieren der OPG-Fc-Gruppe. Der Grad der Anisotropie war in der Tibia der OPG-Fc-Schweine signifikant niedriger. In Bezug auf trabekuläre Parameter war neben der connectivity density auch die Trabekeldicke in der Gruppe der OPG-Fc-Tiere signifikant niedriger (Femur, Hüfte, LW4). Andererseits war die Trabekelzahl erhöht (Femur) und eine tendenziell niedrigere Trabekelseparation (Tibia proximal) zu beobachten, was wiederum zu einer signifikant höheren BS/BV (Femur, Hüfte, LW4) der OPG-Fc-Schweine führte. Der OPG-Fc-Peak im Serum der Schweine konnte an Tag 5 beobachtet werden und nahm danach kontinuierlich ab. An Tag 15 konnten nur mehr bei 2 von 6 Tieren messbare Werte erhoben werden. Die statistische Auswertung der DXA- und Knochenaschemessungen zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die einmalige intravenöse Gabe von rhOPG-Fc (5 mg/kg) an juvenile Schweine zu einer Erhöhung der trabekulären Verbindungen des Knochens und zu einem höheren Mineralisationsgrad führt. Damit sind das Ansprechen des juvenilen Schweines auf OPG-Fc und der sinnvolle Einsatz in möglichen Folgestudien gezeigt.

Schlagworte:
Osteoprotegerin, Schwein, microCT, Knochenstruktur


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