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Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2012

AutorInnen: Hammer, Ralf

Titel: Untersuchung zum Vorkommen des Porzinen Reproduktiven und Respiratorischen Syndrom Virus und des Porzinen Circovirus Typ 2 bei Wildschweinen in Baden-Württemberg.

Titelvariante: Porcine reproductive and respiratory syndrome virus and porcine circovirus type 2 infections in wild boar (sus scrofa) in southwestern Germany

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 36.


Betreut von:

Ritzmann Mathias

Begutachtet von:
Walzer Christian

Einrichtung:
Universitätsklinik für Schweine


Abschluss Datum: 09.10.12


Abstract:
Wildschweine sind für zahlreiche Pathogene von Hausschweinen empfänglich und können teilweise auch als Erregerreservoir fungieren, was vor allem für das porzine Herpesvirus Typ 1 und das klassische Schweinpestvirus bewiesen wurde. Die Rolle von Wildschweinen in der Übertragung und als Reservoir für Erreger sog. „emerging and re-emerging pig diseases“ ist jedoch unklar. Wildschweine sind empfänglich für das Prozine Reproduktive und Respiratorische Syndrom Virus (PRRSV) und für das Porzine Circovirus Typ 2. Studien zum Vorkommen dieser beiden Erreger bei Wildschweinen zeigen jedoch erhebliche Unterschiede. Daher wurde in der vorliegenden Arbeit das Vorkommen dieser beiden Erreger bei Wildschweinen in Baden-Württemberg untersucht. Insgesamt wurden Proben von 203 Wildschweinen, die in der Jagdsaison 2008 – 2009 (also von November 2008 bis Jänner 2009) in Baden-Württemberg erlegt wurden, gesammelt. Gewebeproben von Lunge, Tonsillen und Inguinallymphknoten wurden mittels quantitativer PCR (qPCR) auf das Vorkommen von PRRSV- und PCV2-spezifischer Genomfragmente untersucht. Serumproben derselben Wildschweine wurden mittels ELISA auf Antikörper gegen diese beiden Viren untersucht. PRRSV konnte in keiner Probe mittels qPCR nachgewiesen werden, während in 103 Proben (50,7 %) PCV2 spezifische Genomfragmente detektiert wurden. Die Anzahl PCV2 positiver Wildschweine war von der Wildschweindichte in der jeweiligen Region abhängig. Mehr positive Ergebnisse wurden in Regionen mit hoher Wildschweindichte erzielt. Es konnte hingegen kein Zusammenhang zwischen dem Nachweis von PCV2 und der Hausschweindichte in der umliegenden Region gefunden werden. Antikörper gegen PRRSV wurden in einer Probe mittels ELISA detektiert. Die Anzahl positiver Ergebnisse im INGEZIM Circovirus IgG/IgM Testkit war gering (53 Seren IgG positiv, 3 Seren IgM positiv), während im INGEZIM CIRCO IgG Testkit deutlich mehr Serumproben ein positives Ergebnis erzielten (102 positive und 12 fragliche Ergebnisse).

Schlagworte:
Antikörperprävalenz / PCV2 / PRRSV / Quantitative PCR / Wildschwein


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Hammer, R; Ritzmann, M; Palzer, A; Lang, C; Hammer, B; Pesch, S; Ladinig, A (2012): Porcine reproductive and respiratory syndrome virus and porcine circovirus type 2 infections in wild boar (Sus scrofa) in southwestern Germany. J Wildl Dis. 2012; 48(1):87-94
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