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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2014

AutorInnen: Haake, Michael

Titel: Eine Studie zur Untersuchung des Alterseinflusses auf die Wirksamkeit einer PCV2-Impfung bei Ferkeln mit hohen maternalen Antikörpern.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 68.


Betreut von:

Ritzmann Mathias

Begutachtet von:
Saalmüller Armin

Einrichtung:
Universitätsklinik für Schweine


Abschluss Datum: 05.05.14


Abstract:
Das Postweaning Multisystemic Wasting Syndrome (PMWS) wurde erstmals 1996 von CLARK und HARDING beschrieben. Kurze Zeit später wurde das porzine Circovirus Typ 2 (PCV2) als Erreger dieses Syndroms entdeckt. Es wurde bald klar, dass PCV2 auch für eine Anzahl von anderen Krankheitskomplexen verantwortlich ist, die zusammengefasst als Porcine Circovirus-associated Disease (PCVAD) bekannt sind. Zusammen mit einem guten Management ist die Impfung derzeit der einzige Weg, um diese komplexe Krankheit zu kontrollieren. Seit 2007 sind vier Impfstoffe kommerziell erhältlich, die entweder eine passive oder eine aktive Immunität verleihen und in der Lage sind Virämie und klinische Effekte wie verringerte Gewichtszunahme und Mortalität zu senken. Bei den meisten PCV2-Impfstoffen wird empfohlen, die Schweine ab einem Alter von drei Wochen zu impfen. Einer der am häufigsten verwendeten Impfstoffe ist der Porcilis® PCV (MSD Animal Health, Boxmeer, Niederlande). Die aktuelle Studie wurde verblindet und randomisiert in einem Ferkelerzeugerbetrieb mit angeschlossener Mast im Nordwesten von Deutschland durchgeführt. Es wurden verschiedene Impfzeitpunkte ausgewählt, um den idealen Zeitpunkt für die Impfung gegen PCV2 zu definieren und zu untersuchen, ob eine Impfung von Ferkeln in der ersten Lebenswoche möglich ist. 600 Ferkel, die eine Woche alt waren, wurden zufällig in drei Studiengruppen à 200 Schweinen aufgeteilt. Die Gruppe Vac1 wurde mit Porcilis® PCV in der ersten Lebenswoche und die Gruppe Vac3 in der dritten Lebenswoche geimpft. Die Gruppe Kon erhielt eine Injektion mit einer sterilen Kochsalzlösung in der dritten Lebenswoche. Die Impfung in der dritten Lebenswoche hatte einen positiven Einfluss auf die Gewichtsentwicklung bis zur Schlachtung und sollte daher der Impfung in der ersten Woche bevorzugt werden. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass die PCV2-Impfung wirksam war, auch wenn zum Zeitpunkt der Impfung ein niedriger Titer an maternalen Antikörper bei den Schweinen vorhanden war. Bei Schweinen mit hohen Titern an maternalen Antikörper ist eine Interferenz mit diesen Antikörpern zu erwarten. Eine Impfung gegen PCV2 in der dritten Lebenswoche ist zu empfehlen, da dieser Zeitpunkt weit entfernt ist von der typischen PCV2 Belastung.


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Haake, M; Palzer, A; Rist, B; Weissenbacher-Lang, C; Fachinger, V; Eggen, A; Ritzmann, M; Eddicks, M (2014): Influence of age on the effectiveness of PCV2 vaccination in piglets with high levels of maternally derived antibodies. Vet Microbiol. 2014; 168(2-4):272-280

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