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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2012

AutorInnen: Steiner, Susanne

Titel: Tetraploid Embryo Complementation.

Titelvariante: Tetraploide Embryo-Komplementierung

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 54.


Betreut von:

Kolbe Thomas
Rülicke Thomas

Begutachtet von:
Walter Ingrid

Einrichtung:
Institut für Labortierkunde


Abschluss Datum: 22.11.12


Abstract:
Die tetraploide Embryo-Komplementierung ist eine Methode zur Erzeugung von Mäusen rein aus embryonalen Stammzellen. Durch die Verbindung von embryonalen Stammzellen und tetraploiden Embryonen entwickeln sich Embryonen, bei denen der Embryo selbst von den embryonalen Stammzellen abstammt, während sich die embryonalen Teile der Plazenta sowie der Dottersack aus den tetraploiden Zellen entwicken. Die Technik der tetraploiden Embryo-Komplementierung ermöglicht die Erzeugung genetisch veränderter Mäuse und ist mit der Entwicklung von induziert pluripotenten Stammzellen (iPS) auch eine Alternative zum Klonen mittels somatischen Zellkerntransfers geworden. Außerdem wird die tetraploide Embryo-Komplementierung als der zuverlässigste Nachweis der Pluripotenz von embryonalen Stammzellen angesehen (Nagy et al., 1990; Boland et al., 2009) Die Ziele dieser Diplomarbeit waren die Etablierung der tetraploiden Embryo-Komplementierung am Institut für Labortierkunde und der Nachweis dass die durch diese Methode erzeugten Mäuse von den embryonalen Stammzellen abstammen. Tetraploide Mäuseembryonen wurden durch Elektrofusion erzeugt, und die Tetraploidie wurde mittels Karyotypisierung bestätigt. Embryonale Stammzellen wurden in das Blastozoel der tetraploiden Blastozysten an ED 3.5 injiziert, und in der Folge wurde ein Embryotransfer in pseudoträchtige Ammenmäuse durchgeführt. Insgesamt wurden 17 Mäuse durch diese Methode erzeugt und natürlich oder mittels Hysterektomie entbunden. Zwei dieser Mäuse wurden in ihrer Entwicklung beobachtet, beide waren physiologisch unauffällig und fertil. Außerdem wurden die Mäuse aus der tetraploiden Embryo-Komplementierung histologisch und mittels Durchflusszytometrie auf Anteile tetraploider Zellen untersucht. Wie erwartet konnten zahlreiche tetraploide Zellen in Plazenta und Dottersack nachgewiesen werden, aber bei elf der 15 untersuchten Mäusen konnten in keinem der untersuchten Organe tetraploide Zellen gefunden werden. In vier Mäusen konnten allerdings geringe Anteile tetraploider Zellen in verschiedenen Organen nachgewiesen werden.


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