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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Burkert, Eva

Titel: Vergleich pflanzlicher Nahrungsergänzungsmittel bzw. Futtermittel mit Human- bzw. Veterinär-Phytopharmaka von den Pflanzen Ginkgo, Preiselbeere und Weinrebe mit besonderem Augenmerk auf Ginkgolsäuren.

Titelvariante: Comparison of nutraceuticals, feed stuff, human and veterinary phytopharmaceuticals containing the plants ginkgo, cranberries/lingonberries and grape wine with special regards to ginkgolic acids.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 168.


Betreut von:

Hahn-Ramssl Isabella
Zitterl-Eglseer Karin

Begutachtet von:
Iben Christine

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 30.06.11


Abstract:
In dieser Arbeit wurden Nahrungsergänzungsmittel und Futterergänzungsmittel sowie Arzneimittel der Pflanzen Ginkgo, Weinrebe und Preiselbeere untersucht. Als erstes wurde eine Marktübersicht über den deutschsprachigen Markt erstellt (Österreich, Deutschland und Schweiz). Dann wurden ausgewählte Produkte aller drei Pflanzen eingekauft. Ziel war es, sowohl Human- als auch Veterinärprodukte zu kaufen und darauf zu achten, Nahrungs- und Futterergänzungsmittel sowie Arzneimittel zu erwerben. Allerdings ergab die Marktübersicht bloß ein wirkliches Arzneimittel (Tebofortan®); alle anderen Produkte waren Nahrungs- bzw. Futterergänzungsmittel. Von allen eingekauften Produkten wurden Einkaufsort (Apotheke, Drogerie, Internet), die Packungsbeschriftungen und gegebenenfalls –beilagen sowie die Preise und Inhaltsstoffe verglichen. Interessanterweise waren die in Apotheken gekauften Produkte meistens deutlich günstiger als die in Drogerien oder im Internet gekauften. Die Produkte mit Ginkgo wurden im Labor auf Ginkgolsäuren untersucht. Ginkgolsäuren sind unerwünschte Substanzen in Ginkgo, die potentiell gesundheitsschädlich sind und (in Humanprodukten) nur bis zu 5 ppm pro Tagesdosis vorhanden sein dürfen. In Ginkgoprodukten müssen diese Ginkgolsäuren entfernt und dazu muss ein Extrakt hergestellt werden. Bei Ginkgoprodukten, in denen deutlich erhöhte Werte an Ginkgolsäuren gemessen wurden, kann davon ausgegangen werden, dass hier Ganzblattdrogen verwendet wurden. Zur Untersuchung auf Ginkgolsäuren wurden Dünnschichtchromatographie (zum qualitativen Nachweis) und HPLC (High Performance Liquid Chromatography) (zum quantitativen Nachweis) verwendet. In einigen der untersuchten Produkte wurden deutlich erhöhte Konzentrationen an Ginkgolsäuren gemessen. Da es für den Veterinärbereich (noch) keine Höchstwerte für Ginkgolsäuren gibt, sind die Ergebnisse schwierig zu interpretieren. In den Humanprodukten aber kann man bei Produkten mit deutlich erhöhten Konzentrationen an Ginkgolsäuren davon ausgehen, dass es sich bei diesen Produkten um potentiell gesundheitsgefährdende handelt und hier der Konsumentenschutz gefragt ist.


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