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Publikationstyp: Bakkalaureatsarbeit

Publikationsjahr: 2012

AutorInnen: Augspurger, Anne Katrin

Titel: Fütterung von Zuchtstuten.

Titelvariante: Feeding broodmares: A comparison so theory and practice

Quelle: Bakkalaureatsarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 81.


Betreut von:

Iben Christine

Begutachtet von:
Zentek Jürgen

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 12.03.12


Abstract:
In der Arbeit "Fütterung von Zuchtstuten: Ein Vergleich von Theorie und Praxis“ wurde die Versorgung der Zuchtstuten untersucht. Es wurden Rationsberechnungen für jede einzelne Stute erstellt und anschließend mithilfe des Mittelwerts und der Standardabweichung die Sollwerte mit den Istwerten verglichen. Die Mineralstoffe im Grundfutter wurden analytisch erfasst. In der Praxis liegen die Versorgungswerte der nieder- und hochtragenden Stuten tendenziell deutlich über jenen der laktierenden Stuten, die bei der Versorgung mit verdaulichem Rohprotein und verdaulicher Energie sogar unterversorgt sind. Trotz unterschiedlicher Futterrationen mit unterschiedlichen Futtermitteln und Mineralstoffmischungen kommen die Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Eisen und Mangan in allen Futterrationen in deutlich überhöhten Mengen vor. Es konnte dargelegt werden, dass die Überversorgung mit Phosphor einen kritischen Bereich erreicht, ebenso die Versorgung mit Kalium und Mangan.. Alle anderen Futterkomponenten liegen in einem Bereich, der durch die Pferde toleriert werden kann. Diese Untersuchung zeigt, dass die Zuchtstuten weder eine deutliche Über- noch Unterversorgung aufweisen. Kurzfristige geringfügige Mangelsituationen können die Stuten offensichtlich ohne große Probleme ausgegleichen. Es wurde auch deutlich, dass aus diesem Grund bei den Fohlen auch bei einer Unterversorgung der Stuten kein Mangel aufgezeigt werden kann. Züchter sollten dennoch auf eine optimale Versorgung ihrer Zuchtstuten achten, da jede Über- oder Unterversorgung diese zusätzlich belastet und Ausgleichsvorgänge nicht unbegrenzt möglich sind. Den Züchtern ist zu empfehlen, im Rahmen ihrer Rationsgestaltung Bodenanalysen oder Analysen ihres Raufutters in regelmäßigen Abständen durchzuführen, da der Einfluss des Mineralstoffgehalts des Raufutters nicht zu unterschätzen ist.


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