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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2013

AutorInnen: Meerkatz, Elisabeth

Titel: Möglichkeiten der Prophylaxe gegen Haaransammlungen im Magen-Darm-Trakt der Katze.

Titelvariante: Possibilities of prophylaxis against hairballs in the cat's gastrointestinal system

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 30.


Betreut von:

Iben Christine

Begutachtet von:
Leschnik Michael

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 17.04.13


Abstract:
Katzen nehmen bei ihrer Fellpflege Haare auf, die abgeschluckt werden. Im Magen können sich diese losen Haare zu sogenannten Trichobezoaren zusammenballen. Die Haare werden meist auf fäkalem Weg ausgeschieden oder erbrochen, wobei das Erbrechen oft mit Würgereiz, Speicheln oder Husten einhergeht. Die Haarballen können aber auch im Verdauungstrakt verbleiben und Verdauungsstörungen verursachen. Um den Katzenbesitzern das manchmal lästige Erbrechen der Haare zu ersparen, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Prophylaxe gegen Haaransammlungen im Magen-Darm-Trakt. Zur Verfügung stehen dabei verschiedene Arten von Leckerlis, Tabletten, Pasten oder Futtermittel. In der vorliegenden Studie wurde ein neu entwickeltes Pulver getestet, das durch seinen Fasergehalt die Haarausscheidung fördern soll. Es standen acht Katzen des Instituts für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe der Veterinärmedizinischen Universität Wien zur Verfügung. In einem Cross-Over-Versuch wurde nach einem 3-tägigen Anfüttern mit dem Präparat an den 10 darauffolgenden Tagen der tägliche Kot gesammelt. Nach einer einwöchigen Pause erfolgte der Wechsel der Gruppen. Der Kot wurde adspektorisch in Anlehnung an die Kotbewertungsskala des Royal Canin Forschungszentrums beurteilt und die Trockensubstanz bestimmt. Der gefriergetrocknete Kot wurde händisch gerieben und die isolierten Haare auf einer Analysenwaage gewogen. Auch die Körpermasse der Katzen wurde während des Versuches kontrolliert. Die Katzen zeigten keinerlei Probleme bezüglich der Akzeptanz, das Futter vermischt mit dem zu testenden Präparat wurde gerne aufgenommen. Die adspektorische Kotbeurteilung in Anlehnung an die Kotbeurteilungsskala des Royal Canin Forschungszentrums zeigte nur einen minimalen durchschnittlichen Unterschied. Auffallend war, dass mehr Katzen in der Versuchsgruppe eine Note zwischen 4,00 und 5,00 bekamen und so ihr Kot ungeformt, weicher und sogar flüssig war. Der Gehalt an Trockensubstanz variierte kaum zwischen den beiden Gruppen. Die Versuchsgruppe wies einen geringgradig höheren Trockensubstanzgehalt auf. Die Menge der gewogenen Haare zeigt, dass in der Versuchsgruppe durchschnittlich um 71,3 mg mehr Haare/Versuchszeitraum (10 Tage) mit dem Kot ausgeschieden wurden. Somit kann angenommen werden, dass die in dem Präparat enthaltenen Fasern die Haarausscheidung mit dem Kot geringgradig fördern.


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