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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2016

AutorInnen: Hencks, Isabelle

Titel: Möglichkeiten der Prophylaxe gegen Trichobezoarbildung im Magen-Darm-Trakt der Katze.

Titelvariante: Preventive strategies against trichobezoar formation in the gastrointestinaltract of cats

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 50.


Betreut von:

Iben Christine

Begutachtet von:
Wolfesberger Birgitt

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abstract:
Durch das tägliche Putzen nimmt die Katze viele Haare auf, diese können im Magen-Darm-Trakt verklumpen und somit können Haarballen (Trichobezoare) entstehen. Meistens werden die Haarballen fäkal oder gelegentlich mittels Erbrechen ausgeschieden. Verbleiben die Trichobezoare im Verdauungstrakt, können sie Verdauungsstörungen auslösen. Instinktiv frisst die Katze Gras,was den Brechreiz auslöst. Heutzutage gibt es im Fachhandel zahlreiche Produkte wie z.B. Pasten, oder Futtermitteldiäten die der Haarballenbildung entgegenwirken.Ziel unserer Studie war mittels Zugabe eines Präparates eine verminderte Bildung von größeren Trichobezoarenzu erreichen. Für den Versuch standen zwölf Katzen des Instituts für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe der Universität Wien zur Verfügung. In einem Cross-over Versuch wurde das Präparat an jeweils sechs von zwölf Katzen verfüttert, dabei wurde der tägliche Gesamtkot aller Katzen neun Tagen lang gesammelt (Sammelkot von jeweils drei Tagen). Nach einer einwöchigen Pause wurde die Versuchsgruppe gewechselt. Das Zusatzpräparat das mit dem Futter beigemischt wurde, wurde gut von den Katzen akzeptiert.Bei der Adspektion von der Kotbeurteilung, konnte man feststellen, dass die Mehrheit der Katzen mit oder ohne Zusatz eine optimale Kotkonsistenz hatte.Vergleicht man den Mittelwert vom Gewicht der ausgeschiedenen Haare mit und ohne Zusatz, konnte man ein fast identisches Gesamtgewicht der Haare in beiden Durchgänge beobachten.Nachdem man die Trichobezoaren nach der Länge klassifiziert hat (= 2 cm = klein, 2,1-5 cm = mittel, > 5 cm = groß), hat man die jeweilige Summe der Haarlänge mit einem Faktor gewichtet. Unsere Hypothese wurde in dem vorliegenden Versuch nicht bestätigt. Es konnte keine Rückbildung von größeren Trichobezoaren durch die Gabe von 4 % OptiCell® zur Futter-Trockensubstanz erreicht werden.


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