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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2012

AutorInnen: Ramsauer, Sophie

Titel: Vorstudie zur intestinalen Hyperammonämie Messung des Ammoniakgehaltes bei Pferden mit Kolik.

Titelvariante: Preliminary study of intestinal hyperammonaemia measurement of ammonia concentrations in horses with colic

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 43.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Iben Christine

Einrichtung:
Universitätsklinik für Pferde, Klinische Abteilung für Interne Medizin Pferde


Abschluss Datum: 23.11.12


Abstract:
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der intestinalen Hyperammonämie bei Pferden mit Kolik. Da Ammonium in der Routinediagnostik selten bestimmt wird, wurden 53 Pferde, die mit Koliksymptomen an die Veterinärmedizinische Universität Wien eingeliefert wurden, unabhängig von der Entwicklung neurologischer Symptome und der Kolikursache, bei Einlieferung auf Ihre Ammoniumkonzentration im Blut überprüft. Es sollte festgestellt werden, ob möglicherweise Pferde mit Kolik häufiger erhöhte Ammoniumspiegel im Blut haben. Außerdem sollte beobachtet werden, welche Ursachen der Kolik dazu führen können und ob man die Ammoniumkonzentration im Blut eventuell als prognostischen Marker nutzen kann. Es gab in vorliegender Studie nur zwei Pferde mit einer erhöhten Ammoniumkonzentration im Blut. Daher war es leider nicht möglich bestimmte Kolikursachen, die zu diesem Phänomen führen können, hervorzuheben, oder Ammonium einen prognostischen Wert zuzusprechen. Allerdings konnte gezeigt werden, dass Kolik ohne Leberveränderungen zu einem Auftreten der intestinalen Hyperammonämie führen kann. Dadurch reiht sich diese Studie in die Serie der bisher 50 in der Literatur publizierten Fälle, die dieses Syndrom beschreiben, ein. Derzeit wird intestinale Hyperammonämie nur selten diagnostiziert, allerdings könnte ein wachsendes Bewusstsein für das Syndrom und eine häufigere Bestimmung der Ammoniumkonzentrationen zu einer vermehrten Erkennung dieses Phänomens führen. In Zukunft wäre es empfehlenswert, bei allen Pferden mit Kolik, die neurologische Symptome entwickeln, den Ammoniumgehalt im Blut zu testen. Außerdem wäre es sehr interessant, das Auftreten der intestinalen Hyperammonämie bei Pferden mit Kolik in weiteren größeren Studien näher zu untersuchen.


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