Veterinärmedizinische Universität Wien Forschungsinformationssystem VetDoc

Grafischer Link zur Startseite der Vetmeduni Vienna

Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2003

AutorInnen: Markovic, M

Titel: Beitrag zur klinischen und echokardiographischen Befundung der Caninen Subaortenstenose in Österreich.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 65.


Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Markovic Mato,

Betreut von:
Thalhammer Johann,

Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Klinische Abteilung für Interne Medizin Kleintiere,


Abstract:
In dieser retrospektiven Studie sollten an insgesamt 190 Hunden, bei denen von 1996 bis 2003 an der Herzstation der I. Medizinischen Klinik der Vetrinärmedizinischen Universität Wien die Diagnose, bzw. Verdachtsdiagnose Subaortenstenose(SAS) festgestellt wurde, charaakteristische Anamnesen, klinische, elektrokardiographische und echokardiographische Befunde ausgearbeitet werden. Es sollte weiters die Hypothese überprüft werden, dass sich die Rassenverteilung von der in anderen Ländern unterscheidet, dass die Herzfrequenz mit dem Druckgradienten positiv korreliert und dass die erhobenen Daten die Basis für ein Screeningprogramm darstellen. Die Herzfrequenz zeigt eine niedrige Korrelation mit dem Druckgradienten. Der Erkrankungsgrad, der aufgrund des Druckgradienten an der Stenose ermittelt wurde, zeigte, dass in den meisten Fällen eine milde Erkrankungsform dominiert. Die Häufigkeit der Aorteninsuffizienz, die bei 29% der Hunde festgestellt wurde, steigt mit dem zunehmendem Erkrankungsgrad. Die enddiastolische Hinterwand-sowie Septumdicke zeigten eine geringe Korrelation mit dem Körpergewicht. Diese war jedoch grösser als die sehr geringe Korrelation zwischen der enddiastolischen linksventrikulären Hinterwand-sowie Septumdicke und dem Druckgradienten. In der Studie waren 45 Rassen, inkl. Mischlinge involviert. Im Unterschied zu den meisten europäischen Ländern, sowie den USA und Australien waren der Golden Retriever, gefolgt vom Boxer und dem Deutschen Schäferhund(DSH) am häufigsten betroffen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der DSH 1,6 mal so oft an unserer Klinik vorgestellt wurde wie der Golden Retriever. Dieser wiederum wurde in diesem Zeitraum 3 mal so oft vorgestellt wie der Boxer. Daraus kann man schliessen, dass die Prävalenz der SAS beim Boxer möglicherweise sehr hoch, beim DSH eher gering ist. Die Daten aus dieser Studie stellen die Basis für ein Screeningprogramm in Österreich dar. Dieses wäre besonders beim Golden Retriever, beim Boxer und beim Bullterrier sinnvoll.

Schlagworte:
Hund / retrospektive Studie / Echokardiographie / Subaortenstenose / Rassenverteilung / Herzfrequenz / Screeningprogramm


© Veterinärmedizinische Universität Wien Hilfe und Downloads