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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Nichtpublizierter (nicht zitierfähiger) Beitrag für wissenschaftliche Veranstaltung (A3)
Dokumenttyp:
Vortragstyp: Vortrag

Jahr: 2018

AutorInnen: Waldner, K; Auer, S; Bechter, T; Borgwardt, F; Unfer, G; El-Matbouli, M

Titel: Climate Trout - Ein Projekt zur Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf österreichische Bachforellenpopulationen.

Quelle: XVII Gemeinschaftstagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Sektionen der European Association of Fish Pathologists (EAFP); OKT 3-5, 2018; Fribourg, Switzerland. 2018.

Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

El-Matbouli Mansour
Waldner Karoline

Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Universitätsklinik für Geflügel und Fische, Klinische Abteilung für Fischmedizin


Abstract:
Hintergrund: PKD (proliferative kidney disease) ist eine aufkommende parasitäre Erkrankung, die Salmoniden sowohl in der Aquakultur als auch in Freigewässern betrifft. Äußerlich führt die Krankheit zu unspezifischen Symptomen wie Dunkelfärbung der Haut, Exophthalmus, Aszites sowie Anämie. Charakteristische Veränderungen der inneren Organe sind die Vergrößerung von Niere und Milz. Steigende Wassertemperaturen, wie sie der Klimawandel mit sich bringt, führen zu einem schwerwiegenderen Verlauf der PKD. Projektziel: ClimateTrout ist ein vom Klima- und Energiefonds finanziertes Projekt, dessen Ziel die Erforschung der Wechselwirkungen von Wassertemperaturen, der Verbreitung von Moostierchen und Bachforellen sowie dem Auftreten der PKD ist. Die Ergebnisse zur Prävalenz der Krankheit und Ausprägung der klinischen Symptome werden auf einen Zusammenhang mit den aufgezeichneten Temperaturen im Längsverlauf der untersuchten Flüsse geprüft, um herauszufinden welche Wassertemperaturregime PKD-Ausbrüche bei Bachforellen begünstigen. Material und Methoden: Im Sommer 2017 wurden zweimal Bachforellen aus den Flüssen Kamp, Ybbs, Traun und Wulka entnommen. Diese wurden einer patho-anatomischen Untersuchung unterzogen, in deren Rahmen Nieren- und Milzgewebe entnommen und mittels PCR auf DNA des Erregers der PKD untersucht wurde. In passend erscheinenden Habitaten wurde nach Moostierchen gesucht. Des Weiteren wurde von Mai bis Oktober die Wassertemperatur im Längsverlauf der Flüsse aufgezeichnet. Die eigenen Messungen wurden durch Temperaturaufzeichnungen von Wasserkraftwerken und hydrologischen Diensten der Länder ergänzt. Ergebnisse: Es konnten in allen vier Flüssen infizierte Bachforellen nachgewiesen werden; mit Prävalenzen von bis zu 100% in den wärmeren, weiter flussabwärts gelegenen Untersuchungsabschnitten. Die Tiere waren größtenteils klinisch unauffällig und somit Carrier der Krankheit, die den Entwicklungskreislauf des Parasiten am Leben erhalten. Moostierchenkolonien wurden in jedem Fluss gefunden. Die Suche vor Ort war langwierig und oft nicht erfolgreich. Daher wurde ein auf Wasserproben basierender Nachweis von Tetracapsuloides bryosalmonae, dem PKD Erreger,und des Moostierchens Fredericella sultana gewählt.

Schlagworte:
PKD, Verbreitung, Österreich, Bachforelle, Moostierchen


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