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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2006

AutorInnen: Pesenhofer, G

Titel: Comparison of two methods of fixation during functional claw trimming - walk-in crush versus tilt table - in dairy cows using faecal cortisol metabolite concentrations and daily milk yield as parameters.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 63.

Betreut von:

Kofler Johann


Abstract:
Der Einfluss der funktionellen Klauenpflege – durchgeführt mit einem Durchtreibestand bzw. einem Kippstand - auf die Konzentration der Kortisolmetaboliten im Kot (= FCM) von 207 Rindern wurde untersucht. Die FCM Konzentration wurde vor und 9, 10, 11, 12, 24, 48 Stunden sowie 7 Tage nach erfolgter Klauenpflege gemessen. Als weitere indirekte Stressparameter wurde die tägliche Milchleistung beginnend 7 Tage vor Klauenpflege bis 13 Tage nach Klauenpflege und die Abwehrbewegungen (Score 0-3) bei jedem Tier bestimmt. Der maximale Anstieg der FCM-Konzentration wurde 9 Stunden nach Beendigung der Klauenpflege gemessen. Kühe, die im Durchtreibestand gepflegt worden waren, zeigten einen höheren Anstieg der FCM-Konzentration (Median: 216 nmol/kg Kot), im Vergleich zu den am Kippstand ausgeschnittenen Kühen (Median: 141 nmol/kg Kot). Der Unterschied im FCM Anstieg war signifikant höher (P< 0,001) bis 24 Stunden nach Klauenpflege bei Kühen, die im Durchtreibestand gepflegt wurden. Die Klauenpflege im Durchtreibestand dauerte signifikant länger (15,9 min ± 4,4; P < 0.001) als mittels Kippstand (11,1 min ± 3,5). Die Milchleistung war nur am Tag der Klauenpflege und am Tag danach um 0,6 Liter reduziert, es bestand kein signifikanter Unterschied im Milchmengenrückgang zwischen den Kühen der beiden Gruppen. Kühe, die im Durchtreibestand gepflegt wurden, zeigten höhere Abwehrbewegungs-Scores als jene am Kippstand (P< 0,001), es konnte jedoch keine Korrelation zwischen der Intensität der Abwehrbewegungen und der FCM-Konzentration nachgewiesen werden. Obwohl die Klauenpflege und alle damit verbundenen Manipulationen bei Kühen Stressreaktionen auslösen, bleibt die Notwendigkeit einer regelmäßigen Klauenpflege für die Erhaltung der Klauengesundheit unbestritten und stellt damit einen integralen Aspekt der Verbesserung des Wohlbefindens der Rinder dar. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Klauenpflege am Kippstand für die Kühe weniger belastend erscheint.

Schlagworte:
Klauenpflege / Nebennierenaktivität / Stress / Kortisolmetaboliten / Kot / Rind / Tierschutz


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