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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2002

AutorInnen: Brandstetter, M

Titel: Biomechanische Untersuchungen am Fesselbein des Pferdes - eine in Vitro Untersuchung.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 171.

Betreut von:

Peham Christian


Abstract:
Es wurde versucht eine Fesselbeinfraktur bei Pferden in vitro nachzuvollziehen und daraus resultierend auf die Biomechanik des Vorganges rückzuschließen. Gearbeitet wurde mit einem Materialprüfständer der Firma Walter & Bai AG, mit der Bezeichnung 50 kN und dem Typ LFV 50/250, S/Nr. 405. Als Präparate wurden Füße von euthanasierten oder geschlachteten Pferden verwendet, die sofort nach Eintritt des Todes bei -21 °C tiefgefroren wurden. Die Füße wurden aufgetaut und sofort danach präpariert. Die Verankerung der Präparate im Materialprüfständer erfolgt durch eigens konstruierte Einspannvorrichtungen und Eingussmaterialien, wobei sich Blitzzement als Material der Wahl herausstellte. Es wurden 11 Versuchsanordnungen ausgearbeitet. Der Materialprüfständer wurde auf eine Belastung von 50 kN eingestellt, wobei der Stempel eine Geschwindigkeit von 3 Metern pro Sekunde erreichte. Als Endlage wurde ein Weg von 4 bzw. 2 cm programmiert. Bei den ersten 10 Versuchsanordnungen konnten keine Brüche erzeugt werden. Erst bei der 11. Versuchsanordnung gelang es, durch direkte Krafteinwirkung auf die sagittale Rinne und bilaterale Unterstützung an der distalen Gelenksfläche, 15 Frakturen zu erzeugen. Es wurden einfache Sagittalfrakturen erzeugt, die bei einer Kraft von 3,83 kN bis 43,23 kN entstanden. Zuerst entstanden Fissuren die dann unter weiterer Belastung letztendlich zu Frakturen des Fesselbeines führten.

Schlagworte:
Pferd / Fesselbein / Frakturen / Materialprüfständer / Biomechanik / Bewegungsabläufe


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