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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2007

AutorInnen: Fischbacher, W

Titel: Untersuchungen zum Gesundheitsstatus von freilebendem Auer- und Birkwild in Österreich.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 77.

Betreut von:

Deutz Armin
Hess Michael


Abstract:
Insgesamt wurden 54 freilebende Birkhähne und 50 freilebende Auerhähne aus Kärnten,Tirol, Osttirol, Salzburg und der Steiermark auf ihren Parasitenstatus und die Schwermetallbelastung untersucht. Parasitenarten wie Syngamus trachea, Toxoplasma gondii und Heterakis gallinarum konnten in dieser Arbeit nicht nachgewiesen werden. Kokzidien wurden in hoher Prävalenz bei Auerwild (44,0 %), in wesentlich geringerer Prävalenz bei Birkwild (11,1%) vorgefunden. Bei Auerwild konnten regionale Unterschiede in der Kokzidienprävalenz festgestellt werden. In allen Fällen war die festgestellte Belastung mit Kokzidien nur geringgradig. Der Trematode Corrigia skrjabini konnte erstmals in hoher Prävalenz sowohl im Pankreas von Auerwild (34,0 %) als auch von Birkwild (27,8 %) nachgewiesen werden, wobei die maximale Belastung bei Auerwild bei 7 Exemplaren und bei Birkwild bei 5 Exemplaren pro Hahn lag. Cestoden stellten mit einer Prävalenz von 80,0 % in Auerwild und 61,1 % in Birkwild die am häufigsten vorgefunden Parasiten dieser Untersuchung dar, Beeinträchtigungen des Gesundheitsstatus durch die Cestodenbelastung konnten aber nicht festgestellt werden. Als einziger Vertreter der Haarwürmer wurde Capillaria alpina in hoher Prävalenz von 62,0 % in Auerwild und 35,2 % in Birkwild vorgefunden. Die mediane Belastung lag bei Auerwild bei 46,3 Exemplaren pro Hahn, bei Birkwild bei 4,7 Exemplaren pro Hahn. Birkwild aus dem Bezirk Spittal an der Drau zeigte eine 50 %ige Prävalenz an Capillarien, während sie etwa in Birkwild aus Lienz nicht vorgefunden werden konnten. Die Prävalenz von Ascariden in Auerwild war mit 58,0 % statistisch signifikant höher ausgeprägt als jene in Birkwild mit 20,4 %. Die maximale Belastung lag bei Auerwild bei 15 Exemplaren pro Hahn, bei Birkwild bei 47 Exemplaren pro Hahn. Sowohl Ascaridia galli als auch Ascaridia compar konnten isoliert werden. Auerhähne aus dem Jahr 2005 zeigten eine statistisch signifikant höhere Prävalenz und Abundanz an Ascariden als im Jahr 2004 erlegte Hähne. Die mediane Bleibelastung lag bei Auerwild bei 0,450 ppm in der Leber und bei 1,300 ppm in den Nieren, für Birkwild bei 0,320 ppm in der Leber und bei 0,470 ppm in den Nieren. Ein Zusammenhang zwischen Bleibelastung der Leber und der Prävalenz an Cestoden konnte bei Auerwild festgestellt werden. Die mediane Belastung mit Cadmium lag bei Auerwild bei 0,720 ppm in der Leber und bei 11,880 ppm in den Nieren, für Birkwild bei 0,525 ppm in der Leber und bei 4,740 ppm in den Nieren. Ein Zusammenhang zwischen Cadmiumbelastung der Leber und der Prävalenz an Corrigia skrjabini konnte bei Birkwild festgestellt werden. Die mediane Quecksilberbelastung lag bei Auerwild bei 0,012 pmm in der Leber und in der Niere, für Birkwild bei 0,013 ppm in der Leber und 0,010 ppm in Nierengewebe.

Schlagworte:
Auerwild / Birkwild / Parasiten / Cestode / Rundwurm / Kokzidien / Schwermetalle / Blei / Cadmium / Quecksilber


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