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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2008

AutorInnen: Just, E

Titel: Entwicklung und Evaluierung eines dorsolateralen Zuganges zum Distalen Intertarsalgelenk (Articulatio centrodistalis) beim Pferd.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 36.


Betreut von:

Licka Theresia
Patan-Zugaj Bianca


Abstract:
Die intraartikuläre Injektion ist wesentlicher Bestandteil der Diagnostik sowie Behandlung der Spaterkrankung. Ziel dieser Arbeit war es, einen alternativen dorsolateralen Zugang zum DIT (Articulatio centrodistalis) zu finden, dessen Praktikabilität zu überprüfen und den dorsolateralen Zugang hinsichtlich der Anzahl der notwendigen Nadelkorrekturen mit dem herkömmlichen medialen Zugang zu vergleichen. Im Zuge der Entwicklung des dorsolateralen Zuganges wurden an 3 abgetrennten Hinterextremitäten anatomische Präparationen durchgeführt, Ultraschalluntersuchungen an 5 Pferden und Vermessungen von 59 Sprunggelenksröntgenbildern vorgenommen. Anschließend wurde an 22 abgetrennten Hinterextremitäten das DIT jeweils vom dorsolateralen und vom medialen Zugang aus punktiert, wobei für beide Zugänge die Anzahl der benötigten Nadelkorrekturen festgestellt und anschließend gegenübergestellt wurde. In der Folge wurde das DIT an 22 Klinikpatienten im Rahmen der Spatdiagnostik und/oder Spatbehandlung von dorsolateral punktiert, die Anzahl der benötigten Nadelkorrekturen ermittelt und diese mit dem in vitro - Ergebnis für den dorsolateralen Zugang verglichen. Der dorsolaterale Zugang liegt - benutzt man die Bezugslinie a (parallel zur Röhrbeinlängsachse) zur Orientierung - etwa 13 - 21 mm distal des lateralen Talusrollkammes und ca. 6 - 8 mm proximal des proximale Endes des Mt IV. In dieser Höhe durchsticht man die Haut ca. 2 - 3 mm lateral der Sehne des langen Zehenstreckers. Die Punktion erfolgt von dorsolateral nach plantaromedial senkrecht zur Längsachse des Mt III und in einem Winkel von circa 70º zur Sagittalebene. Vergleicht man die Anzahl der Nadelkorrekturen für den dorsolateralen (0 - 6, Median = 1) und den medialen (0 - 6, Median = 1) Zugang zum DIT in vitro, so ergibt sich kein signifikanter Unterschied (p = 0,416). Auch im Vergleich der Anzahl der Nadelkorrekturen für den dorsolateralen Zugang in vitro und in vivo (0 - 5, Median = 1) konnte kein signifikanter Unterschied (p = 0,251) festgestellt werden. Der dorsolaterale Zugang zum DIT zeigte sich in einigen, wesentlichen Punkten dem traditionellen medialen Zugang als überlegen. Als Vorteile des dorsolateralen Zuganges in der Praxis erwiesen sich die sicherere Position des Untersuchers / Behandlers, bessere Übersicht und leichtere Auffindbarkeit der anatomischen Orientierungspunkte bei einer ähnlichen Anzahl von benötigten Nadelkorrekturen.

Schlagworte:
Distales Intertarsalgelenk / Articulatio centrodistalis / dorsolateraler Zugang / Pferd / intraartikuläre Punktion / Sprunggelenk


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