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Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2008

AutorInnen: Ribitsch, IM

Titel: Correlation of specific synovial fluid biomarkers and properties with the degree of articular cartilage degeneration.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 154.


Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Gerner Iris

Betreut von:
Edinger Johannes
Kofler Johann


Abstract:
Momentane Therapien zur Behandlung von Osteoarthritis können nur die Krankheitssymptome lindern (BELLO et al. 1997; GUIDOLIN et al. 2001). Bisher konnte kein Therapeutikum gefunden werden, welches das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen (GUIDOLIN et al. 2001) oder stoppen kann. Ein wesentlicher Faktor der zur Einschränkung das Therapieerfolges beiträgt, ist die Tatsache, dass die Degeneration des Gelenkes zu dem Zeitpunkt da sie röntgenologisch bzw. mittels Ultraschall nachweisbar wird, bereits so weit fortgeschritten ist, dass sie irreparable Schäden nach sich zieht (BELLO et al. 1997; FULLER et al. 2001; TULAMO et al. 1996). Die hier präsentierte Studie hat es sich zum Ziel gesetzt einige der, durch die Arthrose negativ veränderten Eigenschaften und Biomarker der Synovialflüssigkeit mit dem Grad der Knorpeldegeneration zu vergleichen, um die Möglichkeit der Frühdiagnose von Osteoarthrosen zu prüfen. Dazu wurde mittels dreier unterschiedlicher, bereits erprobter Methoden der Grad der Gelenksknorpeldegeneration von 60 Pferdegelenken bestimmt und mit bestimmten Synovialflüssigkeitsparametern verglichen (Viskoelastische Eigenschaften der Synovia, Hyaluronsäure Konzentration und Molekulargewichtsverteilung, Total Protein sowie MMP1 und MMP3 Konzentration). Zwischen den viskoelastischen Eigenschaften der Synovialflüssigkeit und ihrem Hyaluronsäuregehalt konnten signifikante Korrelationen gezeigt werden. Auch die für die Beschreibung der viskoelastischen Eigenschaften einer Synovia wesentlichen Werte zeigten gute Korrelationen untereinander. Eine Korrelation der untersuchten Synovialflüssigkeitsparameter mit dem Grad der Knorpeldegeneration konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. Die Schlussfolgerung, aus dieser Arbeit ist, dass weder eine Diagnosestellung noch eine Schätzung des Ausmaßes der Knorpeldegeneration auf Basis der hier untersuchten Synovialflüssigkeitsparameter getroffen werden kann. Die ermittelten Daten können nur als zusätzliche Informationen in der Diagnosestellung dienen. In zukünftigen Studien wird es nötig sein, mit Hilfe neuer und genauer Methoden die physiologischen Werte verschiedener Qualitätsparameter der Synovia zu definieren, um fundierte Aussagen über die tatsächlichen arthrosebedingten Veränderungen in der Synovialflüssigkeit zu machen.

Schlagworte:
Osteoarthritis / Knorpel / Synovialflüssigkeit / Knorpeldegeneration / Hyaluronsäure / MMP


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