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Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2009

AutorInnen: Filip, Thomas

Titel: Darstellung der Nieren griechischer Landschildkröten mittels Computertomographie nach intravenöser Kontrastmittelapplikation.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 95.


Betreut von:

Gumpenberger Michaela

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Bildgebende Diagnostik


Abstract:
Vorliegende Studie untersucht die Möglichkeiten der CT mit Hilfe eines nierengängigen, nichtionischen Kontrastmittels (Imagopaque®) die Nieren von Schildkröten der Testudo-hermanni-Artengruppe darzustellen. 20 Individuen aus einem Privatbestand wurden in 3 Gruppen unterteilt: Gruppe 1 (n=7) wurden 1ml/kg Körpergewicht, Gruppe 2 (n=6) wurden 2ml/kg Körpergewicht und Gruppe 3 (n=7) wurden 3ml/kg Körpergewicht in die Vena jugularis injiziert. Es wurden sowohl native Schnittbilder angefertigt, als auch kontrastmittelangereicherte in 3 Wiederholungen. Nach subjektiver Graduierung der Kontrastmittelbilder wurde diejenige Serie mit der besten Kontrastmarkierung eines jeden Individuums ausgewählt. Diese war dann der Ausgangspunkt für die Vermessung der Nieren nach Kontrastmittelanreicherung. Zusätzlich wurden noch der 7. Halswirbelkörper und das Endoplastron vermessen, um analog zu Hund und Katze ein Verhältnis zur Nierenlänge angeben zu können. Die Nieren konnten sowohl nativ als auch kontrastmittelangereichert abgegrenzt werden. Bei nativer Darstellung waren die Nieren im Mittel 2,3 cm lang, 2,5 cm breit und 1,9 cm hoch. Bei kontrastmittelmarkierter Niere betrug die Länge 2,2 cm, die Breite 2,9 cm und die Höhe 1,9 cm. Die gemessene mittlere Dichte betrug nativ 31,7 HE und nach Kontrastgabe 80,4 HE. Die linke und die rechte Niere reicherten gleichzeitig und gleichmäßig an. Die Nieren männlicher Schildkröten waren nativ dichter (34,8 HE), als bei weiblichen Tieren (27,1 HE). Dieses Verhältnis kehrte sich nach Kontrastmittelgabe um (Männchen 74,9 HE, Weibchen 89,2 HE). Der 7. Halswirbelkörper war im Mittel 1,2 cm lang. Die Länge des Endoplastrons wurde auf 2 Arten vermessen. Bei sagittaler Vermessung betrug die durchschnittliche Länge 3,1 cm und in der coronaren Rekonstruktion 3,2 cm. Aufgrund von systemischen Messungenauigkeiten eignete sich der 7. Halswirbelkörper nicht, um ein Verhältnis zur Nierenlänge angeben zu können. Das Verhältnis von Endoplastron zu Niere betrug im Mittel 1,43, was bedeutete, dass das Endoplastron circa 1,5mal so lang ist, wie die Niere.

Schlagworte:
Reptil / Schildkröte / Testudo hermanni / Röntgenologie / Computertomographie / Kontrastmittel / Niere


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