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Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2009

AutorInnen: Karlo, Hans

Titel: Röntgenologische Normalanatomie und gastrointestinale Kontrastmittelstudien bei Bartagamen (Pogona vitticeps).

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 103.


Betreut von:

Gumpenberger Michaela

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Bildgebende Diagnostik


Abstract:
Die Anatomie und Lebensweise der Bartagamen werden in der Literaturübersicht beschrieben. Ebenso wird auf die Möglichkeiten der röntgenologischen Untersuchung eingegangen. Für die Studie wurden zwölf Bartagamen nativ röntgenologisch untersucht. Zusätzlich wurde sowohl im Winter als auch im Sommer eine gastrointestinale Kontrastmittelstudie durchgeführt. Damit sollten normale Magenentleerungs- und Darmpassagezeiten ermittelt und ein Vergleich zwischen den Jahreszeiten angestellt werden. Sechs der Bartagamen wurden privat und in Einzelhaltung gehalten. Die anderen sechs Tiere stammten aus dem Naturhistorischen Museum und wurden in einer Gruppe gehalten. Während der Kontrastmittelstudie waren die Bartagamen an der Universitätsklinik für Bildgebende Diagnostik in handelsüblichen Plastikterrarien bei einer Temperatur von 27-29°C untergebracht. Der einzige Parameter, der sich zwischen Winter und Sommer veränderte, war die natürliche Lichtperiode durch ein Fenster im Raum, in dem die Bartagamen untergebracht waren. Es wurden zuerst Nativaufnahmen angefertigt und anschließend die Kontrastmittelstudie durchgeführt. Als Kontrastmittel wurde Bariumsulfat in einer Dosierung von 15 ml/kg einer 1:2 mit Wasser verdünnten Suspension mittels Magensonde eingegeben. Die Aufnahmen wurden 0 min, 15 min, 30 min, 45 min, 1 h, 2 h, 4 h, 6 h, 9 h, 24 h, 33 h, 48 h, 72 h und 96 h nach Kontrastmittelgabe angefertigt. Falls notwendig wurden noch Kontrollaufnahmen bis zum Ausscheiden des Kontrastmittels gemacht. Die einzelnen Abschnitte des Gastrointestinaltraktes waren durch das eingegebene Bariumsulfat deutlich differenzierbar. Das Kontrastmittel wurde im Winter nach durchschnittlich 270 Stunden und im Sommer nach 159,3 Stunden ausgeschieden. Der größte Unterschied im Vergleich der Passagedauer der einzelnen Darmabschnitte zeigte sich beim Colon: hier wurde das Kontrastmittel beziehungsweise der Kot über mehrere Tage gesammelt.

Schlagworte:
Reptilien / Bartagame / Kontrastmittel / Bildgebende Diagnostik / Röntgen


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