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Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2009

AutorInnen: Mason, Nicola

Titel: Auswirkungen einer Border Disease Virus Infektion auf das spätträchtige Rind.

Titelvariante: The impact of a Border Disease infection in the late gestation of cattle

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 92.


Betreut von:

Baumgartner Walter
Krametter-Frötscher Reinhild

Begutachtet von:
Baumgartner Walter
Schmidt Peter

Einrichtung:
Universitätsklinik für Wiederkäuer, Klinische Abteilung für Wiederkäuermedizin


Abschluss Datum: 19.01.10


Abstract:
Im Zuge dieser Arbeit sollten die Auswirkungen einer BDV Infektion auf den Verlauf der Trächtigkeit in der zweiten Hälfte der Gravidität auf die Feten sowie auf eventuell geborene Kälber eruiert werden. Zu diesem Zweck wurden 4 BDV-Ak positive Kalbinnen, die sich in der 19. Trächtigkeitswoche befanden, in diese Studie aufgenommen. Diese Tiere wurden in einer vorangegangenen Untersuchung - durchgeführt von Dipl. Tzt. J. Rötzel -zusammen mit BDV persistent infizierten Schafen gehalten, und machten erfolgreich eine Infektion durch. Bis zur Geburt wurden der Trächtigkeitsverlauf und der Gesundheitszustand der Kalbinnen dokumentiert. Es konnte ein spontaner Spätabort (267. TT.) verzeichnet werden, wobei in den fetalen Organproben wie auch in der Plazenta virale RNA nachgewiesen werden konnte. 3 Kälber wurden, nach physiologischer Tragzeit, lebend und klinisch gesund geboren. Im Zuge der nachfolgenden Untersuchungen wurden Blut, Augentupfer, Nasentupfer und Kotproben genommen. Es konnten aber nur bei einem Kalb im präkolostral gewonnenen Blut pestivirale Ak nachgewiesen werden. Die ausgewerteten Proben des zweiten Kalbes zeigten hingegen in der PCR wie auch im Ak-ELISA Test ein negatives Ergebnis. Die Ergebnisse der Blutproben des dritten Neugeborenen waren im Ak-ELISA Test negativ, der PCR Test war positiv. Im Alter von 7 Monaten wurden bei diesem Kalb abermals Untersuchungen durchgeführt, welche überraschenderweise wiedersprüchliche Ergebnisse lieferten. So konnte keine virusspezifische RNA, wohl aber Ak im Blut nachgewiesen werden. Des weiteren wurden die Tierkörper pathologischen Untersuchungen unterzogen, die weder bei den Muttertieren noch bei den drei Kälbern besondere Befunde ergaben. Auch konnte bei keinem der Tiere in den Organen BDV gefunden werden. Aufgrund der in Österreich seit August 2004 mittels Eradikationsmaßnahmen bekämpften BVD geht die Zahl der antikörper- und viruspositiven Rinder in manchen Bundesländern gegen Null. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass das Schaf als Reservoir von Pestiviren doch eine größere Rolle spielt als bisher angenommen. Eine Miteinbeziehung der kleinen Wiederkäuer in das BVD Bekämpfungsprogramm sollte eventuell ins Auge gefasst werden.

Schlagworte:
BDV / Rind


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