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Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2009

AutorInnen: Narnhofer, Sandra

Titel: Parasitenbelastung und Quecksilberbelastung bei in Österreich überwinternden Kormoranen (Phalacrocorax carbo sinensis).

Titelvariante: Parasite infestation and mercury contamination in cormorants wintering in Austria (Phalacrocorax carbo sinensis)

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 77.


Betreut von:

Arnold Walter
Tataruch Frieda

Begutachtet von:
Joachim Anja

Einrichtung:
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie


Abschluss Datum: 19.01.10


Abstract:
In der vorliegenden Arbeit wurden 188 Kormorane aus sechs Gebieten Niederösterreichs auf ihren Parasitenbefall und dessen Zusammenhang bzw. Unterschied mit dem Gewicht, dem Alter, dem Geschlecht, den Regionen, den Abschusswintern und dem Quecksilbergehalt in Leber und Nieren untersucht. Insgesamt konnten 4 Trematodenarten isoliert werden. Die Trematoden wurden in sehr hoher Prävalenz im Darmtrakt der Kormorane (97,3 %) gefunden. Das Befallsmaximum lag bei 2872 und der Mittelwert betrug 82,1 Parasiten. Statistisch signifikante Zusammenhänge konnten zwischen der Trematodenanzahl und dem Gewicht adulter Kormorane, zwischen dem Trematodengehalt und dem Alter der Kormorane, zwischen dem Trematodengehalt und dem Geschlecht der Kormorane und zwischen der Trematodenanzahl und dem Quecksilbergehalt in der Leber der Kormorane festgestellt werden. Beim Vergleich der Mittelwerte wiesen juvenile und weibliche Kormorane, sowie Kormorane aus den Regionen Traisen und Erlauf und Kormorane aus den Abschusswintern 02/03 und 03/04 den höchsten Befall mit Trematoden auf. Weiters wurden 3 Nematodenarten bestimmt, von denen 2 im Darm und einer hauptsächlich im Magen der Kormorane gefunden wurde. Dieser Nematode, Contracaecum rudolphii, wurde aus diesem Grund statistisch gesondert berücksichtigt. Die Prävalenz der Nematoden lag bei 72,3%, das Befallsmaximum betrug 54 Exemplare und der Mittelwert lag bei 2,7 Exemplaren. Bei den Regionen wiesen Erlauf, Ybbs und Traisen und bei den Abschusswintern 03/04 und 05/06 beim Vergleich der Mittelwerte die höchste Parasitenabundanz auf. Bei Contracaecum rudolphii betrug die Prävalenz 100%. Das Befallsmaximum lag bei 212 und der Mittelwert lag bei 38,8 Exemplaren. Beim Vergleich der Mittelwerte wiesen die Regionen Erlauf und Ybbs und der Abschusswinter 00/01 die höchste Parasitenabundanz auf. Die Cestodenprävalenz betrug 73,9%, wobei die Regionen Erlauf und Kamp und die Abschusswinter 01/02 und 05/06 den höchsten Befall aufwiesen.

Schlagworte:
Kormorane / Österreich / Parasiten / Quecksilber


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