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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2010

AutorInnen: Hangl, Andreas

Titel: Evaluierung der Klauengesundheit bei Färsen in verschiedenen Milchviehbetrieben in Niederösterreich mit Hilfe des Softwareprogrammes „Klauenmanager“.

Titelvariante: Evaluation of claw health in heifers on different dairy farms in Lower Austria using the software program "Claw Manager"

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 59.


Betreut von:

Kofler Johann

Begutachtet von:
Drillich Marc

Einrichtung:
Universitätsklinik für Pferde, Klinische Abteilung für Pferdechirurgie


Abschluss Datum: 20.09.10


Abstract:
Für diese Studie wurden 139 Färsen aus 7 verschiedenen Laufstallbetrieben in Niederösterreich, im Zeitraum von Oktober 2009 bis April 2010, einer funktionellen Klauenpflege unterzogen. Dabei wurde die Klauengesundheit evaluiert und mit Hilfe des Softwareprogrammes „Klauenmanager“ dokumentiert. Zum Zeitpunkt der Klauenpflege wurden die Färsen in 3 Betrieben auf planbefestigtem Boden und in jeweils 2 Betrieben auf Vollspaltenboden bzw. auf Tiefstreu gehalten. Das Durchschnittsalter der Färsen lag bei 22,1 +/- 2,6 Monaten. 127 Tiere davon waren zu diesem Zeitpunkt bereits trächtig. Die Betriebsgröße erstreckte sich von 24 bis ca. 230 Milchkühen. Zuvor wurde bei diesen Tieren noch nie eine funktionelle Klauenpflege durchgeführt. Zwei Betriebe führten in der Vergangenheit sporadisch eine Klauenpflege bei Färsen durch. Die Prävalenzen der einzelnen Klauenbefunde bzw. -erkrankungen, die jeweilige Häufigkeit der Schweregrade, der Kuh-Klauen-Score (CCS) und die Lahmheitsprävalenz wurden ermittelt und statistisch ausgewertet. Es wurde eine Lahmheitsprävalenz von 9,4% festgestellt. 2,9% der Färsen wiesen einen Lahmheitsgrad von 2, 5,8% einen Lahmheitsgrad von 3 und nur eine Färse (0,7%) einen Lahmheitsgrad von 4 auf. Die am häufigsten diagnostizierten Klauenerkrankungen waren Wanddefekte bei 87,1%, Ballenhornfäule bei 84,9%, Doppelsohlen bei 47,5% und Sohlenblutungen bei 33,1% der Färsen. Jedoch wurden auch chronische Reheklauen (15,1%), Rollklauen (10,1%), Dermatitis digitalis (8,6%), niedrige Trachtenhöhe (7,9%), Schwellung am Kronsaum (2,2%), Rusterholz´sche Sohlengeschwüre (1,4%), Limax (0,7%) und Zwischenklauenphlegmone (0,7%) diagnostiziert. Insgesamt wurde 86,7% Grad 1, 11% Grad 2 und 2,3% Grad 3 Befunde erhoben. Die Anzahl der gestellten Diagnosen erstreckte sich pro Färse von 0 bis 28, wobei nur 2 Färsen keine Erkrankungen bei den Klauen aufwiesen. Die CCS Mittelwerte lagen zwischen 18,00 und 63,86. Der Farm-Klauen-Score (FCS) in den 7 Herden erstreckte sich von 11 bis 51. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie ist die Durchführung einer systematischen funktionellen Klauenpflege mit Dokumentation der Befunde bei Färsen zum Zeitpunkt der ersten Besamung unbedingt zu empfehlen.


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Kofler, J; Hangl, A; Pesenhofer, R; Landl, G (2011): Evaluation of claw health in heifers in seven dairy farms using a digital claw trimming protocol and claw data analysis system. Berl Munch Tierarztl Wochenschr. 2011; 124(7-8):272-281

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