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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2010

AutorInnen: Muxeneder, Benedikt

Titel: Auswertung der Tumorerkrankungen beim kleinen Wiederkäuer an der VUW von 1970 bis 2010.

Titelvariante: Retrospectiv study about tumors in small ruminants within the period from 1970 to 2010.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 37.


Betreut von:

Krametter-Frötscher Reinhild

Begutachtet von:
Franz Sonja

Einrichtung:
Universitätsklinik für Wiederkäuer, Klinische Abteilung für Wiederkäuermedizin


Abstract:
In dieser retrospektiven Studie wurden die, in einem Zeitraum von 1970 bis 2010 an der Klinik für Wiederkäuer der Veterinärmedizinischen Universität Wien behandelten kleinen Wiederkäuer, die an einem Tumor erkrankt waren, zusammengefasst und in 12 Punkten ausgewertet. Es handelte sich dabei um 12 Schafe (52 %) und 11 Ziegen (48 %). Die am häufigsten vertretenen Schafrassen waren mit 33 % das Bergschaf und mit 22 % das Milchschaf. Bei den Ziegen waren die Zwergziegen mit 45 % am häufigsten vertreten. Insgesamt waren 10 weibliche (43 %), 2 männliche (9 %) Schafe und 9 weibliche (39 %) und 2 männlich-kastrierte (9 %) Ziegen von einem Tumor betroffen. Das Durchschnittsalter bei den Schafen betrug 5,2 Jahre bei einem Mindestalter von 1,5 und einem Höchstalter von 14 Jahren. Die Ziegen wiesen ein Durchschnittsalter von 10,4 Jahren bei einem Mindestalter von 6 und einem Höchstalter von 20 Jahren auf. Bei der Erstuntersuchung wiesen 6 Tiere (26 %) einen physiologischen Nährzustand auf. Sechs Tiere (26 %) waren sehr gut genährt oder adipös und 8 der Tiere (35 %) zeigten einen mittelguten, minderguten oder schlechten Nährzustand. Elf Tiere (48 %) kamen aus der Hobbyhaltung, 5 Tiere (22 %) waren landwirtschaftliche Nutztiere und bei 7 Tieren (30 %) konnte keine Haltungsform erhoben werden. Die lymphatische Leukose, Adenome und Leiomyome waren mit je 13 % am häufigsten vertreten. Die meisten der vorgefundenen Neoplasien (39 %) befanden sich in der Region des Geschlechtsapparates. Bei der Dignität der Tumore überwogen mit 61 % die malignen vor den benignen Tumoren mit 39 %. Mesenchymaler Herkunft waren 12 (52 %) und epithelialer Herkunft waren 11 (48 %) der Tumore. Fünf Tiere (22 %) konnten erfolgreich therapiert werden. Siebzehn Tiere (74 %) mussten euthanasiert werden, ein Tier (4 %) verendete bereits am Transport zur Klinik. Insgesamt konnte die Tumordiagnose bei 15 Patienten (65 %) auf dem weg der klinischen Untersuchung gestellt werden. Bei 7 Tieren (30 %) wurde ein Tumor erst durch die Sektion und bei einem Patienten (4 %) durch eine Ultraschalluntersuchung diagnostiziert.


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