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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2010

AutorInnen: Sommerauer, Sophia

Titel: Comparison of the security of two spermatic cord ligature techniques commonly used in a stallion’s closed castration.

Titelvariante: Vergleich der Sicherheit zweier Samenstrangligaturtechniken, verwendet im Rahmen der bedeckten Kastration des Hengstes

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 26.


Betreut von:

Peham Christian
Rijkenhuizen Astrid
Velde Karsten

Begutachtet von:
Aurich Christine

Einrichtung:
Universitätsklinik für Pferde, Klinische Abteilung für Pferdechirurgie


Abstract:
Die Kastration des Hengstes ist ein Elektiveingriff und wird täglich weltweit durchgeführt um hengstisches Verhalten zu eliminieren und die Herdendynamik zu erhalten. Über die beste chirurgische Methode um post-operativen Komplikationen wie Schwellungen, Infektionen, Blutungen und Vorfällen vorzubeugen, wird immer noch diskutiert. Es gibt einige Techniken um die Blutzufuhr zu unterbrechen bevor die Hoden vom Samenstrang abgetrennt werden. So sollen lebensgefährliche Blutungen nach der Kastration zu verhindert werden. In der Routinekastration wird der Samenstrang entweder mit einem Emaskulator gequetscht oder mit Nahtmaterial ligiert. An der Pferdeklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien werden 2 verschiedene Ligaturtechniken angewandt. Beide Methoden beginnen mit einer Transfixation des Nahtmaterials, in dem dieses einmal durch die Tunica vaginalis gestochen wir. Danach wird das Nahtmaterial zwei Mal um den Samenstrang herum geführt. Der Unterschied zwischen den beiden Techniken besteht darin dass ein (SKL) oder zwei (DKL) Knoten gemacht werden. Um herauszufinden welche der beiden Methoden die bessere ist wurde ein Druckresistenztest an 20 ligierten Samensträngen, stammend von 10 Pferden die an der chirurgischen Pferdeklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien kastriert wurden (9 kastriert, 1 euthanasiert), angewandt. Der maximale Druck bis zum Versagen der Ligaturtechniken wurde gemessen. Das Versagen wurde definiert als Druckverlust, verursacht durch das undicht werden der Ligatur oder durch die Ruptur der A. testicularis. Kein signifikanter Unterschied in der Verteilung der Ergebnisse (undicht werden oder Ruptur der Arterie) zwischen den beiden Ligaturmethoden konnte gesehen werden. Auch der Unterschied in den maximalen Drücken, um ein Undicht werden der Ligatur oder eine Ruptur der A. testicularis zu erzielen, war nicht signifikant. Auch wenn der Unterschied zwischen den Resultaten nicht als signifikant angesehen werden konnte, wurde dennoch eine Tendenz für die größere Sicherheit der Single Knot Ligatur bemerkt. Mit einer gesteigerten Größe der Versuchsgruppen hätte man signifikante Unterschiede vielleicht erfassen können.


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