Veterinärmedizinische Universität Wien Forschungsinformationssystem VetDoc

Grafischer Link zur Startseite der Vetmeduni Vienna

Gewählte Publikation:

Open Access Logo

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Hubmer, Ines

Titel: Rank of female and sex of fetus influence reproductive endocrinology of pregnant and post-partum elands (Taurotragus oryx) in captivity.

Titelvariante: Rangordnung des Muttertieres und Geschlechtsausprägung des Fötus als Einflussfaktoren auf die Reroduktionsendokrinologie trächtiger bzw. post-partum Elenantilopen (Taurotragus oryx)

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 62.


Betreut von:

Schwarzenberger Franz

Begutachtet von:
Walzer Christian

Einrichtung:
Institut für Medizinische Biochemie


Abschluss Datum: 03.03.11


Abstract:
Die Eland (Taurotragus oryx), eine in Afrika beheimatete, häufig vorkommende Antilopenart, ist aufgrund ihrer Genügsamkeit oft in zoologischen Gärten anzutreffen. Weibliche Elenantilopen in Wildpopulationen schließen sich zu losen Herden zusammen, die aus bis zu 700 Tieren bestehen können. Meist sind das nur zeitweise Zusammenschlüsse ohne feste Bindung (HILLMAN, 1987). In Gefangenschaft konnte vorwiegend eine lineare Hierarchie beobachtet werden (CRANSAC u. AULAGNIER, 1996; WIRTU et al., 2004). Sozialer Status innerhalb einer Herde und die daraus resultierenden Interaktionen zwischen Tieren unterschiedlichen Ranges beeinflussen das Reproduktionsgeschehen bei einer Vielzahl von Spezies. Die Position des Individuums im hierarchischen Gefüge der Herde bestimmt das Ausmaß und die Art des Zuganges zu Schlaf- oder Fressplätzen und die Möglichkeit zur Fortpflanzung (WIRTU et al., 2004). Der soziale Stellenwert kann zudem Leistungsparameter, wie etwa die Reproduktionsleistung oder die durchschnittliche Milchleistung, beeinflussen (FLINT et al., 1997; PHILLIPS u. RIND, 2002; SOLTYSIAK u. NOGALSKI, 2010). ALVAREZ et al. (2010) und FLINT et al. (1997) konnten bei ranghöherem Rotwild und Ziegen-Weibchen eine erhöhte Aktivität der Ovarien nachweisen, was sich in erhöhten Serum-Progesteron-Spiegeln zeigte. Niedrigere Progesteron- Konzentrationen bei laktierenden Kühen wurden mit vermehrten Fällen von Fruchtresorption und einer erhöhten Embryonen- Sterblichkeit in Zusammenhang gebracht (INSKEEP, 2004; RHINEHART et al., 2009). Im Rahmen dieser Dissertation wurden zehn weibliche Elenantilopen über den Zeitraum von Februar 2008 bis September 2009 auf Einzelheiten ihres Hormonhaushaltes untersucht. Hierfür wurden zweimal pro Woche frische Kotproben von jedem Individuum gesammelt und tiefgefroren. Zusätzlich wurden einmal pro Monat Blutproben entnommen. Die Antilopen wurden hierfür nicht sediert, sondern die Ruhigstellung erfolgte mittels eines Zwangsstandes, die Blutgewinnung selbst mittels blutsaugender Raubwanzen (Dipetalogaster maxima) und/oder Punktion der Schwanzvene unter Verwendung eines Vacuutainers. Unmittelbar im Anschluss an die Probenentnahme wurden die Blutproben zentrifugiert und das separierte Plasma wurde bis zur weiteren Verwendung tiefgefroren. Steroidhormon-Metaboliten aus den Kotproben (Östrogene, 20-oxo-Pregnane - 20-oxo-P, Pregnandiol – 20[alpha]-OH-P, Glucocorticoide, Testosteron und Epiandrosteron) sowie Bluthormone (Progesteron, Corticosteron und Cortisol) wurden mittels Enzym-Immuno-Assay analysiert. Dabei wurde auch ein Zusammenhang zwischen dem Geschlecht des Fötus, bzw. dem Hierarchiestatus der Kühe, und den ermittelten Ergebnissen überprüft.


© Veterinärmedizinische Universität Wien Hilfe und Downloads