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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2010

AutorInnen: Strobl, Christina

Titel: Retrospektive Studie über die Anästhesie von Frettchen an der Vet Med Uni Vienna.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 29.


Betreut von:

Auer Ulrike

Begutachtet von:
Schäfer-Somi Sabine

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Anästhesiologie und perioperative Intensivmedizin


Abschluss Datum: 12.05.10


Abstract:
Frettchen, die zur Familie der Marder gehören, stellen Tierärzte bezüglich Handhabung, Diagnostik und Therapie vor Herausforderungen. In dieser Diplomarbeit wurden die Anästhesieprotokolle von 85 Frettchen und zwei Streifenskunks, die an der VetMed Uni Wien im Zeitraum von 04.01.2002 bis 11.03.2009 anästhesiert wurden, analysiert. Es wurden Teile des Nationale, die gestellten Diagnosen, die durchgeführten Eingriffe, die zugeteilten ASA-Gruppen, Vitalparameter und Medikamentengruppen zur Prämedikation, Einleitung und Erhaltung ausgewertet. Weiters wurden die Verabreichungen von Atipamezol und Sarmazenil, sowie aufgetretene Komplikationen aufgezeigt. Am häufigsten wurden Tumore (14,6 %) und gynäkologische Auffälligkeiten (6,1 %) diagnostiziert und 79,3 % der Tiere mittels Laparotomie (63,6 % Ovariohysterektomie, 36,4 % Kastration, 10,8 % Tumorentfernung) behandelt. 47,7 % der Tiere, die der ASA-Gruppe 1 zugeteilt waren erhielten Ketamin / Medetomidin, 15,9 % Ketamin und 11,3 % Ketamin / Midazolam / Butorphanol. In ASA-Gruppe 2 bekamen 33,3 % Ketamin / Medetomidin, 22,2 % Medetomidin / Butorphanol, 27,7 % Ketamin / Medetomidin / Butorphanol und 16,7 % Ketamin / Medetomidin / Midazolam. Tiere in ASA-Gruppe 3 waren in zehn von 14 Prämedikationsgruppen vertreten, ASA 4 Patienten bekamen die Medikamente Midazolam / Butorphanol, Ketamin / Midazolam / Butorphanol, Medetomidin / Midazolam und Ketamin / Midazolam / Medetomidin. Die Atemwegssicherung erfolgte bei 81,6 % mittels Tubus, als Beatmungssystem wurde bei 47,4 % ein Kreisatemsystem, bei 63,8 % ein halb offenes Atemsystem verwendet. Die durchschnittliche Herz- und Atemfrequenz und die Werte der Pulsoxymetrie und Kapnographie veränderten sich nicht signifikant in Bezug auf die Medikamentenauswahl. Die Anästhesieeinleitung erfolgte, wenn notwendig, vor allem mit Propofol und Isofluran. Zur Anästhesieerhaltung wurden Isofluran, Isofluran und Fentanyl und Sevofluran verwendet. 33 Frettchen und ein Streifenskunk erhielten zur Teilantagonisierung Atipamezol, Sarmazenil oder eine Kombination dieser beiden. In den Protokollen wurde vermerkt, dass bei 19,5 % der Tiere Komplikationen wie Bradypnoe, Bradykardie, Hypotension, Hypothermie, Hyperkapnie etc. auftraten, aber keine Häufung in den Prämedikations-, Einleitungs- und Erhaltungsgruppen auffällig war. Am häufigsten traten Komplikationen in ASA-Gruppe 2 und mit der Medikamentenkombination Medetomidin / Midazolam / Butorphanol und Midazolam als Solomedikament auf. Die anästhesiebedingte Mortalitätsrate in den vorliegenden Protokollen lag bei 1,2 %.


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