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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2011

AutorInnen: Enzinger, Cornelia

Titel: Die sonographische Darstellung der Hüftgelenksregion beim Schaf.

Titelvariante: Ultrasonographic examination of the hip joint in sheep

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 48.


Betreut von:

Kofler Johann

Begutachtet von:
Hittmair Katharina

Einrichtung:
Universitätsklinik für Wiederkäuer, Klinische Abteilung für Wiederkäuermedizin


Abschluss Datum: 29.11.11


Abstract:
Ziel dieser Arbeit war die Erstellung sonoanatomischer Referenzbefunde der Hüftgelenksregion des Schafes. Insgesamt wurden 46 Hüftgelenke einer sonographischen Untersuchung unterzogen. Zuerst wurde die Hüftgelenksregion von 6 Kadavern (1 Adultes und 5 Jungtiere) transkutan sonographisch untersucht. Die Untersuchung an den Kadavern diente zum Üben der Handhabung des Ultraschallgeräts, des Weiteren wurde mit einer Frequenz von 7,5 MHz und einer Frequenz von 5 MHz gearbeitet, um die ideale Bildeinstellung zu finden. An den Kadavern wurden Messpunkte und eine Standardebene definiert sowie eine experimentelle Füllung der Hüftgelenke vorgenommen. Anschließend wurde bei 17 lebenden, lahmheitsfreien, adulten Schafen die Hüftgelenkregion unter Verwendung einer 5 MHz Linearsonde sonographisch untersucht. Dabei wurden die Hüftgelenke beider Extremitäten beurteilt. Die Darstellung des Hüftgelenkspalts war bei allen Schafen und Kadavern möglich, infolge des typischen Erscheinungsbildes der umgebenden Weichteil- und Knochenstrukturen war der Gelenkspalt auch leicht auffindbar. Der Trochanter major diente als wichtigste anatomische Leitstruktur. Die Knochenoberflächen von Trochanter major, Femurkopf- und Femurhals, Os ilium und vom gelenkbeteiligten Ende des Os ilium zeigten sich als hy perechogene Konturen bei adulten Schafen. Der Gelenkspalt selbst stellte sich als kleine, trichterförmige Unterbrechung der begrenzenden Knochenkonturen des Azetabulums und des Femurkopfes dar. Der physiologische Füllungszustand des Hüftgelenkes war bei den Kadavern und bei gesunden Tieren nicht nachweisbar. Erst durch die experimentelle Füllung des Hüftgelenks an Kadavern mit im Mittel 12,30 ml Flüssigkeit konnte der Gelenkrezessus und ein damit verbundenes Abheben der Gelenkskapsel von den gelenkbeteiligten Knochen dargestellt wer den. Der Hüftgelenkrezessus imponierte nun als anechoische, breite Zone zwischen der Gelenkoberfläche und der echogenen Gelenkkapsel. Weiters wurden Messwerte der Kapseldicke, Knorpeldicke und des Abstandes von der Hautoberfläche bis zum Gelenkspalt bestimmt, um Referenzwerte für die Untersuchung bei Erkrankungen der Hüftgelenkregion zu gewinnen.


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