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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2011

AutorInnen: Hirtler, Arno

Titel: Sonographische Grundlagenstudie des Fesselgelenkes bei Schaf und Ziege.

Titelvariante: Sonoanatomic study of the fetlock in healthy sheep and goats

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 68.


Betreut von:

Altenbrunner-Martinek Birgit
Kofler Johann

Begutachtet von:
Franz Sonja

Einrichtung:
Universitätsklinik für Wiederkäuer, Klinische Abteilung für Wiederkäuermedizin


Abschluss Datum: 09.01.12


Abstract:
Zur Diagnose von Erkrankungen des Bewegungsapparates ist die Sonographie ein wertvolles Hilfsmittel. Sie erlaubt die Beurteilung von Sehnen, Bändern, der Gelenkskapsel und von Flüssigkeiten. Damit Veränderungen so früh wie möglich erkannt werden können, muss die sonographische Anatomie bekannt sein. In dieser Studie wurde der Aufbau der Fesselregion beim Schaf und bei der Ziege anhand sonographischer Bilder beschrieben. Weiters wurden Messwerte einzelner Strukturen bestimmt und miteinander verglichen. In der ersten Phase wurden die sonographischen Untersuchungen der Fesselregion an Kadaverfuüßen von sechs Schafen durchgeführt und mit Gefrierschnitten verglichen. Bei acht Kadaverfüßen wurde anschließend die Gelenkshöhlen künstlich gefüllt. In der zweiten Phase wurden die Untersuchungen bei zehn lebenden Schafen und acht lebenden Ziegen durchgeführt. Für die Untersuchungen an Kadaverfüßen wurde das Stand-Ultraschallgerät Aplio XG von Toshiba mit einem 9 MHz Linearschallkopf verwendet und für die Untersuchungen an den lebenden Tieren das tragbare Ultraschallgerät M7 von Mindray mit einem 10 MHz Linearschallkopf. Bei den Untersuchungen konnten der Gelenkspalt, die Gelenkskapsel, der Gelenksknorpel, die Strecksehnen, die Beugesehnen und der M. interosseus medius gut von ihrer Umgebung differenziert werden. Elf Strukturen, die Gelenkskapsel, der Gelenksknorpel, die Ligg. collateralia laterale & mediale, die oberflächliche Beugesehne, der oberflächliche Teil der Manica flexoria, der tiefe Teil der Manica flexoria, die tiefe Beugesehne im Längs- und Querschnitt und der M. interosseus medius im Längs- und Querschnitt, wurden in der Fesselregion vermessen und miteinander verglichen. Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen der rechten und linken Körperhälfte und zwischen den Vorder- und Hintergliedmaßen. Bei den Ziegen wurde außerdem untersucht, ob eine Korrelation zwischen Alter und Ausprägung der Strukturen bestand, eine solche konnte nicht nachgewiesen werden. Die experimentellen Füllungen ergaben, dass eine Mindestmenge von 3 ml zur sonographischen Darstellung des Gelenkrezessus nötig sind. Aufgrund der guten Differenzierbarkeit der einzelnen Strukturen ist das Fesselgelenk gut für die sonographische Untersuchung geeignet. Für die Bedeutung bei pathologischen Veränderungen sind noch weitere Studien notwendig.


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