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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2011

AutorInnen: Svolba, Christina

Titel: Retrospektive Analyse der `flow´- Kurven unsedierter, liegender Ponys.

Titelvariante: Retrospective analysis of the ´flow´-curves of unsedated, ponies in lateral position

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 39.


Betreut von:

Auer Ulrike

Begutachtet von:
Moens Yves

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Anästhesiologie und perioperative Intensivmedizin


Abschluss Datum: 25.10.11


Abstract:
Das Ziel dieser Diplomarbeit war es, die Aufzeichnungen der Studie über exspiratorische Atemmuster liegender, unsedierter Ponys im Detail zu analysieren und Unterschiede in den einzelnen Kategorien zu definieren. Fünf zwei Jahre alte Ponys wurden trainiert sich niederzulegen und in Seitenlage eine Atemmaske, die mit einem Spirometer verbunden worden ist, zu akzeptieren. Die Atemkurven jedes Ponys wurden am Computer in Seitenlage ohne Sedation (mind. 10 Messungen) aufgezeichnet und anschließend mit dem Windows- Programm „Analysis Plus“ der Firma Novametrix© ausgewertet. Die Analyse umfasst die Länge der Exspirationsphase (dt Exp), die Zeit bis zum Auftreten des bzw. der `flow`-Peaks (dt Peak 1 bzw.dt Peak 2), die Höhe dieser `flow`- Peaks (dF Peakflow 1 bzw. 2), die Länge der Plateauphase (dt Plateau) und deren `flow`- Wert (dF Plateau). Die vorliegenden Ergebnisse dieser Arbeit lassen den Schluss zu, dass unsedierte Ponys in Seitenlage Atemmuster zeigen, die sich in vier Kategorien einteilen lassen, die sich signifikant voneinander unterscheiden. Atemmuster der Kategorie III und IV stellen ein arteigenes polyphasisches Atemmuster dar, das Pferden- trotz ihrer großen Körpermasse- eine effiziente Art der Verlängerung des Gasaustausches in den Alveoli erlaubt. Durch einen partiellen bzw. kompletten Schluss der Glottis kann das Pferd- ohne zusätzliche Aktivierung jeglicher Atemmuskulatur- die Exspirationsphase durch ein Plateau mit sehr geringem ´flow´ verlängern, und einen vorzeitigen Kollaps der Lunge verhindern. Möglicherweise ist das Pferd in der Lage dadurch einen sogenannten „PEEP“ („positiven end-exspiratorischen Druck“) in der Lunge aufzubauen, wie er normalerweise nur bei künstlicher Beatmung während Anästhesien, sowohl in der Human-als auch in der Veterinärmedizin zum Einsatz kommt. Diese „Bremse“ der Exspiration könnte einen energiesparenden Kompensationsmechanismus darstellen, um trotz einer verringerten Atemfrequenz eine ausreichende O2- Versorgung zu gewährleisten.


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