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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2012

AutorInnen: Eigner, Markus

Titel: Vergleich bisher bekannter Betäubungsmethoden bei der Schlachtung des afrikanischen Welses.

Titelvariante: Comparison of known methods of anaesthetization at the slaughtering of African catfish

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 53.


Betreut von:

El-Matbouli Mansour

Begutachtet von:
Waiblinger Susanne

Einrichtung:
Universitätsklinik für Geflügel und Fische, Klinische Abteilung für Fischmedizin


Abschluss Datum: 19.06.12


Abstract:
In den letzten Dekaden haben sich auf der einen Seite der Fischfang, als auch auf der anderen Seite die Aquakultur rasant weiterentwickelt, wobei der Aquakultur ein immer wichtiger werdender Stellenwert in der weltweiten Fischversorgung zuteil wird. Mit der wachsenden Bedeutung dieser rückt auch der Tierschutzaspekt einerseits bei der Aufzucht und Haltung der Fische und andererseits bei der Betäubung beziehungsweise der Schlachtung dieser zusehends in den Blickpunkt des Konsumenten. Dieser Trend wird noch insofern verstärkt, als die meisten jüngeren Studien das Schmerzempfinden des Fisches betreffend, zu dem Schluss kommen, dass ebendiese sehr wohl in der Lage sind, Leid zu erfahren. Diese Erkenntnisse müssen sowohl beim Fischfang, als auch in der Aquakulturproduktion Berücksichtigung finden, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass viele der momentan angewandten Betäubungs- beziehungsweise Schlachtverfahren nicht mit dem Tierschutz vereinbar sind. Ein weiterer Grund für einen tierschutzkonformen Umgang mit den Fischen stellt der Umstand dar, dass dieser zu einer besseren Produktqualität führt, welche sowohl dem Konsumenten, als auch dem Produzenten zu Gute kommt und damit im Interesse aller liegen sollte. In letzter Zeit ist auch der afrikanische Wels (Clarias gariepinus) zu einem bedeutenden Speisefisch auf dem europäischen Markt geworden. Nicht zuletzt bei dieser widerstandsfähigen Fischspezies ist die Art und Weise der Betäubung bis zuletzt umstritten. Da diverse Studien zeigen, dass nicht alle bei anderen Fischarten gebräuchlichen Betäubungsmethoden auch zu einer ebenso tierschutzkonformen Betäubung des afrikanischen Welses führen, sollte das Ziel weiterführender Forschungen die Optimierung der elektrischen und der Druckluftbetäubung dieser Fischart sein. Diese beiden Formen der Betäubung dürften nach Ansicht diverser Autoren, abgesehen von der chemischen Betäubung, am besten geeignet sein, um zu einer effektiven und tierschutzgerechten Betäubung der Tiere zu führen. Allerdings müssen hierbei sicherlich auch noch Studien zum genauen industriellen Ablauf des Betäubungsvorganges durchgeführt werden. Ebenso sollte von der EU die Zulassung von chemischen Betäubungsmitteln, die bereits in zahlreichen Staaten erfolgreich zur Anwendung kommen, überdacht werden.


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