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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2012

AutorInnen: Witz, Britta

Titel: Retrospektive Untersuchungen zu EHV-5 Infektionen in Österreich.

Titelvariante: EHV-5 Infections in Austria - a retrospective study

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 51.


Betreut von:

Kolodziejek Jolanta,

Begutachtet von:
Weissenböck Herbert,

Einrichtung:
Institut für Virologie,


Abschluss Datum: 29.03.12


Abstract:
In der vorliegenden Arbeit wurden retrospektiv ausgewählte Proben von Pferden aus der Routinediagnostik der Klinischen Virologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien auf EHV-5, sowie auf EHV-1, EHV-2 und EHV-4 untersucht. Insgesamt standen 106 Proben von 65 Pferden im Zeitraum von Januar 2010 bis Februar 2011 zur Verfügung. Das Untersuchungsmaterial umfasste Tupfer des Respirationstraktes, EDTA-Blut, Liquor, BALF, Samen- und Organproben. Bei acht (12,3%) der 65 untersuchten Pferde konnte EHV-5 spezifische Nukleinsäure nachgewiesen werden. Eine Doppelinfektion mit EHV-2 lag bei zwei dieser Pferde (3,1%) vor. Bei einem Pferd konnte eine EHV-2 Monoinfektion festgestellt werden. Als klinische Symptome zeigten sich Anämie, hämorrhagische Diathese, Ikterus und Ödeme sowie herdförmige Fibrosierungen bei einem verstorbenen Tier mit EHV-2 und EHV-5 Doppelinfektion, was das Vorliegen einer equinen multinodulären pulmonalen Fibrose (EMPF) beschreibt. Bei den übrigen Patienten sind lediglich geringgradige Bronchitis, geringgradiger Nasenausfluss und Konjunktivitis aufgetreten. Die etablierten PCR Methoden erwiesen sich als gut brauchbar, wobei die Realtime PCR die höchste Detektionsrate aufwies. Eine Untersuchung auf EHV-5 sollte in der Routinediagnostik in Betracht gezogen werden, da ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren wie z.B. das zusätzliche Vorliegen einer EHV-2 Infektion, zum möglichen Auftreten klinischer Symptome einer EHV-5 Infektion führen kann.


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