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Publikationstyp: Bakkalaureatsarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2012

AutorInnen: Schmitz, Nina

Titel: Evaluierung der Wirksamkeit eines Zusatzfuttermittels mit pflanzlichen Extrakten aus Bittermelone, Hopfen, Hagebutte, Blaubeere, Löwenzahn, Artischocke und Vanille auf die Stützbeinlahmheit von Arthrosepferden.

Titelvariante: Evaluation of the efficacy of a supplement containing herbal extracts of bittermelon, hops, rose hip, blueberry, dandelion, artichoke and vanilla on stance phase lameness of horses suffering from osteoarth ritis (A kinematic study on the treadmill)

Quelle: Bakkalaureatsarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 62.


Betreut von:

Peham Christian

Begutachtet von:
Zitterl-Eglseer Karin

Einrichtung:
Universitätsklinik für Pferde, Klinische Abteilung für Pferdechirurgie


Abschluss Datum: 22.10.12


Abstract:
Aufgrund der Langzeitnebenwirkungen von nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Phenylbutazon wird zunehmend nach Alternativen zur Schmerzbehandlung von Arthrosepferden gesucht. Neuere Forschungsergebnisse lassen dabei auf einen engen Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und fortschreitender Knorpeldegeneration schließen. ln chronisch geschädigten Gelenken werden Zellen empfindlich für freie Radikale, die die Homöostase stören und den Verlust der biomechanischen Integrität des Gelenkes zur Folge haben. Die firmeneigene Spezifikation Cipomeff der Firma Greencoat Ltd. besteht aus Extrakten von Bittermelone, Hopfen, Hagebutte, Blaubeere, Löwenzahn , Artischocke und Vanille und soll sich besonders durch seine antioxidativen Eigenschaften positiv auf die Lahmheit bei Arthrosepatienten auswirken . Ziel der vor liegenden Studie war, die Wirksamkeit von Cipomeg® im Vergleich zu Phenylbutazon auf die Stützbeinlahmheit von 1 5 chronisch lahmen Arthrosepferden zu evaluieren. Für eine objektive Lahmheitsbeurteilung wurde das Gangbild der Pferde mittels kinematischer Bewegungsanalyse auf dem Laufband und Berechnung eines Asymmetrieindex unter Medikation von einer niedrigen Dosierung Phenylbutazon bzw. einer 14-tägigen Applikation von Cipomeg® analysiert. Durch eine Varianzanalyse (ANOVA mit Messwiederholung) wurde kein signifikanter Unterschied der Asymmetrie-Indizes zwischen den Messtagen festgestellt. Die Hypothese, dass Cipomeg® bzw. gering dosiertes Phenylbutazon einen Einfluss auf die Stützbeinlahmheit hat, kann somit durch die Ergebnisse dieser Studie nicht angenommen werden . Anhand der zusätzlich gesammelten Messwerte sollte überprüft werden, ob die Präparate eine Wirkung auf die Hangbeinlahmheit zeigen. Weitere Studien mit einer längerfristigen Verabreichung von Cipomeg® in höherer Dosierung und einer in der Pferdepraxis gängigen Dosierung von Phenylbutazon sind erforderlich, um eine potenziell vergleichbare Schmerzreduktion nachzuweisen.


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