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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2013

AutorInnen: Schröder, Inga

Titel: Vorkommen von lumbosakralen Übergangswirbeln in Österreich bei den Rassen Dobermann, Dogo Argentino, Hovawart, Landseer, Leonberger, Neufundländer, Rhodesian Ridgeback und Rottweiler anhand der routinemäßigen Untersuchung auf Hüftgelenksdysplasie zur Zuchtzulassung in den Jahren 2000 bis 2010.

Titelvariante: Incidence of the lumbosacral transitional vertebra within the breeds of Dobermann, Dogo Argentino, Hovawart, Landseer, Leonberger,Newfoundland, Rhodesian Ridgeback, and Rottweiler on radiographs required for evaluation for canine hip dysplasia between 2000 and 2010

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 73.


Betreut von:

Gumpenberger Michaela

Begutachtet von:
Sommerfeld-Stur Irene

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Bildgebende Diagnostik


Abschluss Datum: 12.03.13


Abstract:
Der LÜW beim Hund ist eine angeborene Anomalie, welche am Übergang von einem Wirbelsäulenabschnitt zum anderen auftritt und Charakteristika beider Abschnitte aufweist (MORGAN, 1968). Eine klinische Relevanz wird diskutiert und ist im Falle des DSH bereits beschrieben. FLÜCKIGER et al. (2006c) berichteten über ein 8-fach höheres Risiko für DSH mit LÜW an CES zu erkranken als andere Rassen. Auch MORGAN et al. (1993) wies statistisch eine Assoziation zwischen LÜW und dem CES nach. Des Weiteren beschrieben FLÜCKIGER et al. (2006c), dass Hunde mit LÜW ein bis zwei Jahre früher ein CES entwickeln als Hunde ohne LÜW. FLÜCKIGER et al. (2006b) zeigten mit ihrer Arbeit, dass es im Falle eines asymmetrischen LÜW zu unterschiedlich schwerer Ausprägung der HD der beiden Hüftgelenke kommen kann. Ziel dieser Arbeit ist es, die Prävalenzen des LÜW bei den Rassen Dobermann, Dogo Argentino, Hovawart, Landseer, Leonberger, Neufundländer, Rhodesian Ridgeback und Rottweiler auf HD Aufnahmen der Jahre 2000 bis 2010 zu ermitteln und eine eventuelle Assoziation zwischen dem LÜW und einer HD aufzuzeigen. Es konnte weder eine Assoziation zwischen dem Geschlecht und dem LÜW noch zwischen der HD und dem LÜW nachgewiesen werden. Die höchsten Prävalenzen erreichten die Rassen Rhodesian Ridgeback (41,3%) und Rottweiler (20,7%). Auffällig war der recht große Anteil (25,5%) an nicht beurteilbaren Röntgenaufnahmen. Ein Grund dafür sind die hier untersuchten Rassen: sie sind sehr großrahmig und daher ist der lumbosakrale Übergang in vielen Fällen gar nicht oder nur teilweise abgebildet. Weitere Studien hinsichtlich der klinischen Relevanz des LÜW beim Hund sind nötig, um exaktere Aussagen machen zu können. Der Ansatz, den LÜW auf den routinemäßig zur HD-Untersuchung angefertigten Röntgenbildern stets mit zu beurteilen und zu vermerken, könnte helfen, Erbgänge zu ermitteln und Empfehlungen für zuchthygienische Maßnahmen auszusprechen. Hilfreich wären des Weiteren Studien, in denen zusätzlich zum Röntgenbild auch auf die klinische, neurologische und orthopädische Untersuchung der Tiere genauer eingegangen wird.


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