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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2014

AutorInnen: Walther, Maike

Titel: Risikoabschätzung einer potentiellen Übertragung der Afrikanischen Pferdepest an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Titelvariante: Risk assessment of a potential African Horse Sickness outbreak at the University of Veterinary Medicine Vienna

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 29.


Betreut von:

Brugger Katharina
Rubel Franz

Begutachtet von:
Rümenapf Hans Tillmann

Einrichtung:
Abteilung für Öffentliches Veterinärwesen und Epidemiologie


Abschluss Datum: 24.10.14


Abstract:
In der vorliegenden Arbeit wird das Risiko eines potentiellen Ausbruchs der Afrikanischen Pferdepest, verursacht durch das Afrikanische Pferdepestvirus (engl., African horse sickness), an der Veterinärmedizinischen Universität Wien abschätzt. Die Afrikanische Pferdepest ist eine auf dem afrikanischen Kontinent endemisch verbreitete Infektionserkrankung, die bis dato ausschließlich bei punktuellen Ausbrüchen in Südeuropa nachgewiesen wurde. Das Virus wird durch Gnitzen der Gattung Culicoides spp. übertragen. Das Risiko wurde anhand der Basisreproduktionszahl R0 für die Jahre 2009-2011 berechnet. Die Basisreproduktionszahl R0 beschreibt die zu erwartende Anzahl der Sekundärfälle, die durch ein in die Population eingebrachtes, infektiöses Individuum verursacht wird. R0 hängt von der Dichte der Pferde und Gnitzen, der Genesungs- und Sterberate der Pferde, den Übertragungswahrscheinlichkeiten von Wirt zu Vektor und umgekehrt, sowie von der temperaturabhängigen Stech- und Sterberate der Gnitzen und der Virusreproduktionsrate ab. Die Ergebnisse zeigen, dass R0 tendenziell in sehr heißen Sommermonaten über einen kurzen Zeitraum größer 1 ist und somit nur ein geringes Infektionsrisiko für die Afrikanische Pferdepest an der Veterinärmedizinischen Universität Wien besteht. Abhängig von verschiedenen in der Literatur publizierten Übertragungswahrscheinlichkeiten von pE und pM ist maximal an 82 Tagen (bei hohen pM und pE) R0 > 1. Die Maximalwerte für R0 sind nur im Jahr 2010 deutlich erhöht und bleiben über einen längeren Zeitraum in diesem kritischen Bereich.


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