Veterinärmedizinische Universität Wien Forschungsinformationssystem VetDoc

Grafischer Link zur Startseite der Vetmeduni Vienna

Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2014

AutorInnen: Rahn, Carolin

Titel: Invasionspotential ausgewählter Mycoplasma bovis-Stämme im bebrüteten Hühnerei-Modell.

Titelvariante: Invasionpotential of selevted Mycoplasma bovis-strains in the embryonated chic model.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 71.


Betreut von:

Spergser Joachim

Begutachtet von:
Hess Michael

Einrichtung:
Institut für Mikrobiologie


Abschluss Datum: 28.11.14


Abstract:
Mycoplasma bovis ist ein bedeutendes bakterielles Pathogen, welches durch Krankheitsbilder wie chronischer Mastitis, Enzootischer Bronchopneumonie, Arthritis und Fertilitätsstörungen bei Rindern jährlich zu enormen wirtschaftliche Verluste in der Milch- und Fleischindustrie führt. Obwohl schon zahlreich versucht wurde, die Pathogenesemechanismen zu erforschen, bleiben entscheidende Schlüsselfragen ungeklärt, was die Entwicklung von wirksamen Medikamenten erschwert. In dieser Studie wurden zwei unterschiedliche M. bovis Stämme bezüglich ihrer Virulenz getestet. M. bovis PG45, welcher erstmals 1961 isoliert wurde (USA) und M. bovis 2938, ein Isolat aus einer Rinderlunge (Voralberg, Österreich) von 2009. Etabliert wurde der Versuch in einem für die Bakteriologie relativ neuem Modell, der dosisbezogenen Infektion von Bruteiern über die CAM, basierend auf der Methode von JACOBSEN et al. (2010). Die Eier wurden an Tag 11 der Inkubation mit drei unterschiedlichen Infektionsdosen der beiden M. bovis Stämme infiziert, indem ein kleines Schalendreieck heraus gefräst und durch das Inokulum durch ein zweites Loch auf die CAM gezogen wurde. Um pathologische Anomalien aufgrund der invasiven Methode auszuschließen, gab es eine Kontrollgruppe, die stattdessen mit NaCl behandelt wurde. An Tag 18 wurden die Embryonen durch Kühlung auf Eis getötet. Bei der anschließenden Sektion wurden pathologische Veränderungen dokumentiert und Proben von Allantois, CAM und Leber für die bakteriologische Untersuchung sowie Histologieproben von CAM und Leber entnommen. Für eine phänotypische Charakterisierung wurden die Reisolate mittels Western Blot- Verfahren untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass der Stamm 2938 wesentlich pathogener war als PG45. So erzeugte er auch in kleinen Infektionsdosen teils multiple Anomalien wie Minderentwicklung, veränderte Extremitäten oder Umfangsvermehrungen. Die histologische Untersuchung lieferte keine signifikanten Ergebnisse, während beim Western Blot ein Unterschied von PG45 und 2938 sichtbar wurde. PG45 zeigte variable Proteinbanden der Vsps, 2938 hingegen hatte bei allen Reisolaten eine nahezu konstante, einzelne Bande der Größe von ∼ 43 kDa.


© Veterinärmedizinische Universität Wien Hilfe und DownloadsErklärung zur Barrierefreiheit