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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2014

AutorInnen: Beer, Theresa

Titel: Labmagengeschwüre bei Mastkälbern, Maststieren und Milchkühen in Österreich und nicht-invasive Methoden zur Diagnose der Geschwüre.

Titelvariante: Abomasal Ulcers in Beef Calves, Feedlot Cattle and Dairy Cows in Austria and Non-invasive Diagnostic Methods for Detecting the Ulcers

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 56.


Betreut von:

Hund Alexandra
Wittek Thomas

Begutachtet von:
Weissenböck Herbert

Einrichtung:
Universitätsklinik für Wiederkäuer, Klinische Abteilung für Wiederkäuermedizin


Abschluss Datum: 28.11.14


Abstract:
Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Vielzahl vorhandener Studien zum Vorkommen von Labmagenulzera bei Rindern verschiedener Altersgruppen und soll durch eigene Erhebungen mit dem Vorkommen in Österreich verglichen werden. Darüber hinaus sollen nicht-invasive Nachweismethoden der Labmagengeschwüre geprüft, sowie Beeinflussung der der Fleischqualität der betroffenen Tiere ermittelt werden und mögliche Zusammenhänge mit Haltungsbedingungen dokumentiert werden.An zwei Schlachthöfen wurden an insgesamt sieben Tagen 225 Rinder, unterteilt in 4 Altersgruppen – entsprechend der Klassifizierung bzw. den üblichen Handelsnamen-untersucht. Die Labmagenschleimhaut wurde makroskopisch auf Ulzera untersucht. Des Weiteren wurde der pH-Wert des Labmageninhalts gemessen und der Kot mittels HemoFec-und Combur-Test auf okkultes Blut untersucht. Die zuliefernden Landwirte wurden telefonisch mittels Fragebogen über die Haltungs- und Fütterungsbedingungen befragt.Von den 225 untersuchten Tieren wurden 91 Kälber in Gruppe V, 91 männlichen Tiere (davon 12 Ochsen und 79 Stiere) in Gruppe AC, 33 Kühe in Gruppe D und 10 Kalbinnen in die Gruppe E eingeteilt. Ulzera wurden in Gruppe V bei 54 Kälbern (59 %), in Gruppe AC bei 60 Tieren (66 %), in Gruppe E bei 16 Kühen (48 %) und in Gruppe E bei 7 Kalbinnen (70 %) gefunden.Bei Kälbern konnte ein etwas niedrigerer pH-Wert bei Erkrankten (nicht signifikant) gegenüber jenen mit gesunder Labmagenschleimhaut gemessen werden. Der Mittelwert lag bei jenen mit Ulkus bei 2.9 (der Median bei 2,8) und bei jenen ohne Ulkus bei 3.1.Beim Vergleich der Testverfahren zum Nachweis von okkultem Blut im Kot zeigte sich der Combur-Test mit höherer Sensitivität. Weitere Untersuchungen mit Wiederholung des Tests über mehrere Tage wären hier in Folgestudien sowohl für den Combur-Test als auch den HemoFec-Test und des Weiteren für den HemoQuant-Test interessant. Ein kann vermutet werden, dass zur Vermeidung von Labmagengeschwüren auf eine Erhöhung der Fütterungsfrequenz und eine Reduktion von Stressfaktoren sein, sowie die Vermeidung der Überfüllung des Labmagens pro Fütterung beim Kalb zu achten ist. Jedoch sind für konkretere Aussagen weitere Untersuchungen notwendig.


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