Veterinärmedizinische Universität Wien Forschungsinformationssystem VetDoc

Grafischer Link zur Startseite der Vetmeduni Vienna

Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2016

AutorInnen: Elsbacher, Julia

Titel: Gründertieranalyse in der österreichischen Haflingerpopulation.

Titelvariante: Founder analysis of the austrian haflinger population

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 77.


Betreut von:

Brem Gottfried

Begutachtet von:
Van Den Hoven Rene

Einrichtung:
Institut für Tierzucht und Genetik


Abstract:
Basierend auf57.021 Datensätzen wurdeim Rahmen dieser Diplomarbeit eine Gründertieranalyse des österreichischen Haflingers durchgeführt. Die Datensätze wurden von der Arbeitsgemeinschaft der Haflingerzüchter Österreichs und vom Haflinger Pferdezuchtverband Tirol zur Verfügung gestellt und inweitererFolgevervollständigt und die beiden Datenbanken zusammengeführt. Für die Durchführung der Gründertieranalyse und die Messungen der genetischen Variabilität wurden drei Referenzpopulationen definiert. Anhand der Populationsgröße, der Kennzahlen der totalen Anzahl an Gründertieren, der effektiven Anzahl an Gründertieren sowie der effektiven Anzahl an Ahnen, hat die aktuelle Zuchttierpopulation des österreichischen Haflingers (2008 bis 2015) im Vergleich zum Noriker, Lipizzaner und Paint Horse den kleinsten Genpool mit der niedrigsten genetischen Vielfalt. Die aktive Zuchttierpopulation hat sich von 1978 bis 2015 stark verringert. Die Anzahl effektiver Gründertiere (fe) ist von Referenzpopulation 3 (fe= 43) auf Referenzpopulation 2 (fe= 35) um ca. 19 % gesunken. Bei der Anzahl effektiver Ahnen (fa) hat sich der Wert um 22 % erniedrigt (Ref.3 fa= 18; Ref.2 fa= 14). Die effektiven Gründertiere haben um 11 % und die effektiven Ahnen um 14 % von Referenzpopulation 2 (fe= 35;fa= 14) auf Referenzpopulation 1 abgenommen (fe= 31;fa= 12). 50 % des Genpools der aktuellen Population (Ref.1) werden lediglich durch vier Tiere bestimmt. Die genetische Diversität wird in der aktuellen Zuchttierpopulation durch 31 effektive Gründertiere und zwölf effektive Ahnen ausgedrückt. Damit weist der österreichische Haflinger die geringste genetische Variabilität unter den österreichischen Pferderassen auf. Unter den 15 wichtigsten Gründertieren findet man in allen drei Referenzpopulationen die Hengste Hirn-MandlI, 54 Genterund den Araberhengst El Bedavi XXII, wodurch der Einfluss der Araberrasse auf die Haflingerzucht verdeutlicht wird.


© Veterinärmedizinische Universität Wien Hilfe und Downloads