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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Bakkalaureatsarbeit

Publikationsjahr: 2015

AutorInnen: Nguyen, Jennifer

Titel: Analysis of the genetic diversity from Eurasian populations of the wild boar (Sus scrofa): Variability of the amelogenin-gene on the Y chromosome.

Titelvariante: Untersuchung der genetischen Diversität eurasischer Populationen des Wildschweins (Sus scrofa): Variabilität des Amelogenin-Gens am Y-Chromosom

Quelle: Bakkalaureatsarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 27.


Betreut von:

Brem Gottfried

Begutachtet von:
Burger Pamela

Einrichtung:
Institut für Tierzucht und Genetik


Abstract:
Das Wildschein Sus scrofa zählt zu den am weitesten verbreiteten Säugetieren und ist ein Vorfahre des heute domestizierten Schweines, womit es beispielsweise in der Reproduktion also auch in der Fleischproduktion und Fleischverarbeitung eine wichtige Rolle spielt. Die genetische Zusammensetzung dieser Tiere ist in Westeuropa relativ gut bekannt, jedoch gibt es zur Zusammensetzung im osteuropäischen Raum und vor allem in Russlands nur sehr wenige Daten. Somit widmet sich diese Abschlussarbeit der Untersuchung der genetischen Diversität eurasischer Populationen des Wildschweins in Russland, bei der die Variabilität des Amelogenin-Gens am Y Chromosoms untersucht wird. Ziel dieser Arbeit, war es, die genetische Diversität von Wildschweinen in Russland, als auch die Verteilung der Haplotypen zu untersuchen. In den vier Großregionen Russlands leben Wildschweinpopulationen mit den Haplotypen HY1, HY2 und HY3, die sich an zwei Mutationsstellen unterscheiden. Es standen 76 Gewebeproben und 62 DNA Proben aus Russland zur Verfügung. Obwohl die 62 DNA Proben aus Russland nicht amplifiziert wurden und somit weniger Proben als geplant zur Verfügung standen konnten 47 Proben ihren entsprechenden Haplotyp zugeordnet werden. Es wurde nachgewiesen, dass im Europäischen Teil Russlands der Haplotyp HY1 mit einer Wahrscheinlichkeit von 34 %, der Haplotyp HY2 mit 48 % und haplotyp HY3 mit 17 % auftritt. Trotz der eingeschränkten Probenzahl war es dennoch möglich, Schlüsse auf die Verteilung der Wildschweinpopulation zuzulassen. Zur Untersuchung der Häufigkeit der Haplotypen zwischen den Regionen, wurde ein Chi-Quadrat-Test durchgeführt. Durch den Vergleich der Häufigkeiten der drei Allele zwischen dem europäischen Teil Russlands und der Ural-Region kam heraus, dass es zwischen diesen zwei Regionen keinen signifikanten Unterschied gibt (p=0.64). Doch bei der Gegenüberstellung dieser zwei Regionen gemeinsam gegen den Fernen Osten gibt es offensichtlich einen großen Unterschied (p=0.0005). Leider fehlen jedoch Proben der dazwischenliegenden Regionen, die es ermöglichen würden, die Grenzregionen zu präzisieren. Um genauere Aussagen über die Grenzen dieser Verteilung treffen zu können, ist es erforderlich, mehr Proben aus den Grenzgebieten Sibiriens und dem Fernen Osten in eine Untersuchung einbeziehen zu können, um die Verteilung der Wildschweinpopulation mit den drei Haplotyp zu bestimmen.


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