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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2005

AutorInnen: Kraus, D

Titel: Sonographie und ergänzende Pathohistologie der Milz des deutschen Schäferhundes und seiner Mischlinge.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 63.

Betreut von:

Gumpenberger Michaela


Abstract:
Im Zeitraum Dezember 2001 bis März 2004 wurde an insgesamt 100 reinrassigen Deutschen Schäferhunden und 14 Schäfermischlingen eine sonographische Untersuchung durchgeführt. Es handelte sich um 22 weibliche, 27 weiblich kastrierte, 53 männliche und 12 männlich kastrierte Hunde. Die Tiere waren zwischen 6 Monate und 14,6 Jahre alt, bei 4 Tieren war das Alter unbekannt. Im Zuge einer kurzen klinischen Untersuchung erfolgte eine Palpation des Abdomens, wobei das größte Augenmerk auf die Palpation der Milz gelegt wurde. Festgehalten wurde, ob sie tastbar war oder nicht. Bei der sonographischen Untersuchung der Milz wurden die Befunde bezüglich ihrer Parenchymqualität und Größe erhoben. Die Milzen von 20 Hunden wurden ergänzend einer pathohistologischen Untersuchung unterzogen. 17 der 100 Deutschen Schäferhunde, welche zwischen Jänner 2002 – November 2004, an der Klinik für Röntgenologie sonographisch und anschließend pathohistologisch untersucht wurden, wurden retrospektiv in die Studie miteinbezogen. In der vorliegenden Arbeit wurden die erhobenen sonographischen Befunde wie Homogenität und Echogenität sowie die detaillierte Beschreibung von etwaigen Veränderungen aller untersuchten Patienten bezüglich der Milz tabellarisch festgehalten. Anschließend wurden die vorliegenden pathohistologischen Befunde mit den sonographischen verglichen. Demonstriert wurden die Ergebnisse mit zahlreichen Bildbeispielen. Hervorzuheben ist, daß ein versierter Untersucher mittels Ultraschall eine realistische Einschätzung der Milzgröße treffen kann, eine exakte Beurteilung jedoch letztendlich nicht möglich ist. Der Vergleich der sonographischen und pathohistologischen Befunde zeigte, dass in knapp 57% (21/37) der Fälle eine eindeutige Übereinstimmung der Diagnosen vorlag. Damit liegt theoretisch eine gute Korrelation der beiden Verfahren vor, welche jedoch nicht für eine Prognosestellung ausreicht. Bei den Untersuchungen bestand die Tendenz, inhomogene knotige Veränderungen mit zystischen Anteilen als maligne einzustufen, obwohl einige dieser Prozesse pathohistologisch als benigne beurteilt wurden. Dies zeigt wiederum, dass sonographische Dignitätsbeurteilungen zwar aufgrund von bestimmten Kriterien getroffen werden können, letztendlich jedoch eine subjektive Beurteilung bleiben. Eine zuverlässige Dignitätsbeurteilung einer Veränderung ist daher ohne Biopsie und histologische Untersuchung unmöglich. Ältere Probanden zeigten vermehrt Zubildungen, eine Disposition des Geschlechts konnte nicht nachgewiesen werden.

Schlagworte:
Deutscher Schäferhund / Milz / Sonographie / Pathohistologie


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